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31.12.2015 In Merzig den größten Schrit

In Merzig den größten Schritt gemacht - Horkheimer Sebastian Heymann gewinnt mit DHB-Junioren den Sparkassencup

"Rock das Ding! Viel Glück! Du packst das!" Als der Horkheimer Sebastian Heymann Dienstagabend mit der deutschen Jugend-Nationalmannschaft in Merzig im Endspiel des Sparkassencups stand, mangelte es nicht an Kurznachrichten aus der Heimat. Ob Trainer oder Mitspieler − beim TSB waren sie ständig auf dem Laufenden. "Das gab Kraftimpulse", freute sich der 17-Jährige rückblickend über die Unterstützung.
Ungeschlagen waren die DHB-Junioren vorbei an Rumänien, Russland, der Schweiz sowie der Saarauswahl ins Finale marschiert. Mit insgesamt sieben Treffern gelang dem Rückraumwerfer gegen Island nach vier anstrengenden Tagen noch einmal ein starker Auftritt. 28:21 stand es nach Abpfiff für Deutschland.
"Basti hat ein ganz gutes Turnier gespielt", lobte DHB-Trainer Jochen Beppler seinen Schützling. Viel mehr als die sieben Treffer im Finale beeindruckte den Coach jedoch, dass Heymann an diesem Wochenende "den persönlich größten Schritt" gemacht habe. "Er hat es geschafft, sich schneller an Situationen anzupassen und auch nach einem Tief während des Spiels wieder den Anschluss zu finden", sagte Beppler.
Mannschaftsleistung
"Es war nicht nur ein starker Auftritt von mir, sondern von der ganzen Mannschaft", betonte Heymann selbst. "Wir haben gemerkt, dass wir zusammen alles durchstehen können", so der 17-Jährige weiter. Auch Jochen Beppler zeigte sich mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden. "Ich denke, die Jungs haben gemerkt, dass sich die Investitionen ins Training und in die Ausdauerstunden auszahlen", sagte der Trainer.
Im Verlauf des Turniers habe man nicht nur immer wieder spielerische Anpassungsfähigkeit gezeigt, sondern auch den längeren Atem gehabt. "Wenn die Spieler daraus jetzt ihre Motivation ziehen, dann hat der Cup was gebracht. Dann bin ich auch nicht mehr deren Dompteur, sondern deren Helfer", so Beppler.
Zeichnete sich der Sieg der Deutschen im Halbfinale gegen den HV Saar (26:20) recht frühzeitig ab, starteten sie im Finale gegen Island zunächst etwas holprig. Die offene und aktive Abwehr der "Wikinger" machte der DHB-Auswahl zu schaffen. Mit 2:4 geriet sie in Rückstand. "Unsere Fehlpässe und Stockfehler wurden von Island sofort bestraft", resümierte Beppler. Dann jedoch gelang es der Mannschaft, sich dem Spiel der Isländer anzupassen und bis zur Halbzeitpause auf eine 14:11-Führung vorzupreschen.
Im zweiten Durchgang kam Island bis zum 15:14 noch einmal gefährlich nahe. Doch die Deutschen standen kompakt und setzten sich weiter ab. Am Ende unterlag Island deutlich mit 28:21. Dritter wurde der HV Saar, der Rumänien souverän mit 28:15 bezwang.
EM 2016
Was die im August 2016 in Kroatien stattfindende U19-Europameisterschaft betrifft, bleibt Jochen Beppler allerdings bescheiden. "Selbstzufriedenheit wäre jetzt falsch", so der DHB-Coach. Schon allein, weil bis dahin ja noch die ein oder andere Verletzung auftreten könne. "Erst wenn wir gegen die Slowenen und Dänen gespielt haben, werden wir sehen, wo wir stehen."
Für Sebastian Heymann heißt es nun ausruhen und abwarten. Statt ausgelassen zu feiern, trat der 17-Jährige erschöpft am Dienstag gleich die Heimreise an. "Wir wollten alle nur noch heim", so Heymann. "Bis Neujahr ist jetzt erstmal Freizeit angesagt." Im Januar erfolgt die nächste Auswahlrunde. Ob er erneut dabei sein wird, weiß er noch nicht. "Mein Fokus liegt jetzt wieder auf dem TSB − mit dem Ziel, mich weiterzuentwickeln und Schritt für Schritt vorzuarbeiten."

Written by Christoph Feil - www.stimme.de | 31.12.2015 09:34:23 | 84x gelesen