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12.09.2016 Herber Dämpfer für den TSB i

Herber Dämpfer für den TSB in Haßloch

TSG Haßloch - 1. Mannschaft 27:25

Handball  Anmerken ließ es sich Jochen Zürn nicht, aber der TSB-Trainer war am Samstagabend richtig angefressen. Mit 25:27 (12:17) haben die Horkheimer bei der TSG Haßloch verloren. Nach dem überzeugenden Auftaktsieg ein gehöriger Dämpfer.

Herber Dämpfer für den TSB in Haßloch

Marcel Lenz hielt seine 100-Prozent-Quote von der Siebenmeterlinie auch im zweiten Saisonspiel − das Spiel in Haßloch ging trotzdem verloren. Foto: Andreas Veigel

Anmerken ließ es sich Jochen Zürn nicht, aber der TSB-Trainer war am Samstagabend richtig angefressen. Mit 25:27 (12:17) haben die Horkheimer bei der TSG Haßloch verloren. Nach dem überzeugenden Auftaktsieg ein gehöriger Dämpfer. "Die erste Halbzeit war richtig schlecht von uns. Da waren wir überhaupt nicht im Spiel. Unterm Strich war es eine richtig ärgerliche und unnötige Niederlage", sagte Zürn.

Kein Zugriff

In den ersten 20 Minuten lief es bei den Gästen zwar nicht rund, aber beim 9:9 (19. Minute) war zumindest noch nichts passiert. Im Gegenteil sogar - ein 5:9-Rückstand (15.) wurde schnell egalisiert. TSG-Trainer Tobias Job nahm nun eine Auszeit, nahm den an diesem Tag glücklosen Halblinken Dominic Hartstern vom Feld und brachte stattdessen Michal Kurka. Die Angriffsumstellung fruchtete, die TSB-Abwehr bekam keinen Zugriff mehr und kassierte Tor um Tor. Der slowakische TSG-Spielmacher Peter Masica setzte sich immer wieder in Eins-gegen-Eins-Situationen durch, traf selbst oder brachte die lettische Wurfmaschine ElvijsBorodovskis in Position. Über 13:9 (24.) zog die TSG bis zur Pause auf 17:12 davon. "17 Gegentore sind einfach zu viel. Ab der 20. Minute haben wir den Zugriff in der Abwehr verloren", kritisierte Zürn.

In der ausgeglichenen 3. Liga reichen in der Regel zehn schwache Minuten und das Spiel ist verloren. Daher setzte Zürn im zweiten Durchgang auf Risiko und ließ im Angriff durchgängig mit dem siebten Feldspieler spielen. "Das hat hervorragend funktioniert. Wir haben auf diese Weise viele klare Torchancen generiert", sagte Zürn.

Das Problem war deren Verwertung. Denn die Defensive stand in den zweiten 30 Minuten gut, gerade einmal zehn Treffer gelangen den Hausherren noch. Beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aufholjagd. Dafür muss allerdings die Wurfquote stimmen - und das war bis in die Schlussphase nicht der Fall. So stand es in der 54. Minute immer noch 26:20. "Vor allem von halblinks hatten wir eine zu schlechte Wurfquote", ärgerte sich Zürn über die mangelnde Chancenverwertung bei Sascha Laurenz (null Tore) und Sebastian Heymann (drei Tore). Die hatte allerdings auch damit zu tun, dass TSG-Keeper Ilan Eigenmann stark parierte.

Trotzdem hätte der TSB in den letzten fünf Minuten beinahe noch einen Punkt ergattert. Bezeichnend, dass die Tore in dieser Phase über den deutlich stärkeren rechten Rückraum mit Janik Zerweck (sieben Tore) und Marco Hauk (drei Tore) fielen. Letztgenannten gelang eine halbe Minute vor Ende der 25:26-Anschluss. In offener Deckung stellten die Gäste die Wurffalle, um noch einmal in Ballbesitz zu gelangen, doch Masica verwandelte den Wurf zum 27:25-Endstand. "Wir haben viele Aufgaben für das Heimspiel gegen Zweibrücken bekommen", resümierte Zürn.

Die kommende Trainingswoche dürfte intensiv werden.

TSB Horkheim: Welz, Mathes (Tor) - Lenz (6/4), Gehrke, Griesbach, Schmid (2), Grosser, Heymann (3), Laurenz, Zerweck (7), Fähnle (1), Blodig (2), Hauk (3), Bohnenstengel.

Beste Schützen der TSG: Borodovskis (9/4), Masica (7).

Siebenmeter: TSG 4/4; TSB 4/4.

Zeitstrafen: 3/4.

Zuschauer: 450

Written by son - www.stimme.de | 12.09.2016 08:45:00 | 194x gelesen