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04.10.2016 Auch ohne den Käpt"n auf Kurs

Auch ohne den Käpt"n auf Kurs - Hunters besiegen Großssachsen mit 23:20

1. Mannschaft - TV Großsachsen 23:20

Auch ohne den Käpt"n auf Kurs

TSB-Kapitän Stefan Fähnle musste erstmal durchschnaufen − auch, wenn er beim 23:20 (15:?9) seiner Horkheimer gegen den TVG Großsachsen gar nicht mitgespielt hatte. Mit dunklen Flecken auf seinem grauen T-Shirt stand er am Samstagabend nach der Schlusssirene euphorisiert in der Stauwehrhalle: "Die haben mich absolut würdig vertreten, ein richtig geiles Abwehrspiel − ich hätte es nicht besser machen können."

Nicht nur Fähnle fehlte Horkheim in der fünften Drittliga-Begegnung wegen eines lädierten Sprunggelenks. Auch TSB-Shooter Sebastian Heymann musste mit derselben Diagnose passen. "Ohne Samba, ohne Basti, die wir beide nicht fit bekommen haben, ist das eine umso höher zu bewertende Leistung", sagte TSB-Coach Jochen Zürn zufrieden. Großsachsen Trainer Stefan Pohl war nach der Partie dagegen bedient: "Die Niederlage ist völlig verdient. Im Angriff hat es uns Horkheim richtig schwer gemacht."

Wäre ein Laster aufs TSB-Tor zugerollt − Freddy Griesbach und Janik Zerweck hätten wohl selbst den gebremst. Der Horkheimer Mittelblock machte auch ohne Fähnle so dicht, wie die A81 im Berufsverkehr. "Es hat super viel Spaß gemacht, zusammen mit Fred zu verteidigen. Wir wollten uns beide bewiesen, dass wir im Innenblock ein Riesenspiel machen können − und ich denke, das haben wir mit nur 20 Gegentoren auch geschafft", sagte Zerweck breit grinsend.

Aufgesprungen Immer wieder sprang Stefan Fähnle während des Spiels von der Ersatzbank auf, zeigte die Fäuste, brüllte in Richtung TSB-Deckung. Das blieb auf dem Feld nicht unbemerkt. Besonders nicht bei Janik Zerweck, der nach der Partie besonders innig von Fähnle geherzt wurde: "Er ist immer die erste Ansprechperson. Da gehe ich auch gerne hin, wenn er mir etwas zu sagen hat und er gibt auch immer die richtigen Tipps − super für die Mannschaft, auch wenn er nicht auf der Platte steht." Wer auf der Platte stand, war Pascal Welz. Und das im TSB-Kasten wie eine Bank. "Pasi war wieder ein überragender Torhüter. Was der hier abliefert, das ist großes Kino", sagte Jochen Zürn.

Wer sich gegen Großsachsen zunächst etwas schwer tat, war der Horkheimer Angriff. Besonders in der Anfangsphase fehlte die letzte Präzision. Und so stand es nach zehn Minuten statt 7:2 nur 3:2. Doch den Horkheimer Defensivverbund brachte das nicht aus dem Konzept. Besonders Sascha Laurenz, der auf halblinks ohne den verletzten Basti Heymann Alleinunterhalter war, sorgte dann aber auch offensiv für mehr Schwung. Genau wie Alex Schmid am TSB-Kreis steuerte er drei Treffer zum 15:9-Pausenstand bei. Allein Philipp Schulz" Wurf war es zu verdanken, dass Großsachsen nicht noch klarer hinten lag.

Die Gäste verzweifelten nach der Halbzeitpause im Angriff auch weiter immer wieder aufs Neue. Horkheim konnte es sich erlauben, etwas nachzulassen − und führte nach 47 Minuten trotzdem noch mit 20:14. Dann nahm der TSB aber ein wenig zu viel Luft raus. Großsachsen durfte wieder auf 18:20 rankommen. Welz und der Torpfosten bewahrten Horkheim vor dem 19:20, ehe Schmid im Gegenstoß den Torbann brach.

Aufwand Auch mit sieben Feldspielern schaffte der TVG den Ausgleich nicht mehr. Mit dem 23:19 (58.) von Zerweck ins leere Tor war die Partie vorentschieden. "Wenn man schaut, was für tragende Säulen gefehlt haben − der Abwehrchef und unser Shooter auf halblinks −, ist auch klar, dass bei dem Aufwand, den wir in der Abwehr betrieben haben, mal ein paar Körner ausgehen", sagte Trainer Jochen Zürn.

TSB Horkheim: Welz, Mathes; Lenz (8/3), Gehrke (1), Griesbach, Schmid (6), Grosser, Laurenz (4), Zerweck (2), Blodig (1), Hauk (1), Bohnenstengel.

Beste Schützen TVG: Schulz (5), Triebskorn (4), Jörres (4/1).

Siebenmeter: TSB 4/3, TVG 6/2.

Zeitstrafen: 4/2. Zuschauer: 400.

Written by dok www.stimme.de | 04.10.2016 11:33:30 | 215x gelesen