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11.10.2016 Jage nicht was du(NOCH) nicht

Jage nicht was du(NOCH) nicht töten kannst

SG Degmarn /Oedheim –TSB Horkheim 2 33:17


Manchmal besteht die Kunst des Lebens darin aus negativen Dingen positive Features zu ziehen, man kann aber auch sagen aus Scheisse Bonbon´s zu machen.

So auch bei den Handballboys vom TSB Horkheim 2, denn selbst nach der derben Packung beim Meisterschaftsfavoriten SG Degmarn/Oedheim haben die Roll und Co ohne hängende Ohren die Sporthalle am Kocher verlassen. „ Eigentlich ist ja das normale eingetreten und der Favorit hat uns gezeigt wo der Frosch die Locken hat. Trotz der Klatsche haben wir aber Charakter gezeigt, uns ins Spiel zurück gekämpft und konnten es zumindest bis zur 40. Minute offen gestalten. Danach durften wir lernen wie Fehler bestrafen einfach geht“ so Miguel Gebhardt, der als Statistikfreak am Stauwehr gilt. Deshalb auch noch ein prägender Vergleich von ihm: „Wäre es Eishockey gewesen hätten wir das Mitteldrittel fast dominiert“ so der Kister schmunzelnd.

In die Begegnung starteten die Försterbuben unkonzentriert. Einfache Fehler im Angriff machten es den Hausherren leicht sich schnell und unkompliziert ein ordentliches Polster zu erarbeiten.  Nach 15 Minuten hätte man eigentlich einen Haken an die Begegnung machen können, denn bis dahin hatten sich die Männer vom Kocher ordentlich an den Unzulänglichkeiten der Roll und Co schadlos gehalten: die Quittung des Gästeangriffdilemmas stand deutlich und in roten Lettern an der Hallenwand: 12:3.
Ein Debakel drohte. Dass es keines wurde zeigt aber den Charakter der Mannschaft, denn die Gäste legten irgendeinen Schalter um. Aus dem vorher genannten Resultat machten sie bis zur Pause ein 15:11. Der Grund für dieses 15 minütige Gästehoch lag vor allem im Angriff: Dort nämlich erhöhten die Stauwehrhandballer ihre Effektivität deutlich und verhinderten damit die Lieblingsbeschäftigung der Hausherren: Konter rennen. Und wer weiß was geworden wäre wenn Andi Roll vor dem Pausenpfiff der umsichtigen  Ulrich Krenz und Norbert Derner  nicht mit seinem 3. Strafwurf an Max Jesser gescheitert wäre und Benedikt Stammer direkt nach dem Pausentee nicht 3 glockenfreie Einwurfmöglichkeiten der Gäste zunichte gemacht hätte. Dirk Förster: „ Nichts! Wir hätten das Spiel vielleicht noch ein paar Minuten länger offen halten können aber realistisch gesagt hätten wir die SG nicht gefährden können. Dafür sind sie einfach zu stark besetzt.“ So kam es ab der 38. Minute wie erwartet: Der Favorit setzte sich klar durch. Die Männer von Markus Greis mussten nur auf die Fehler der Gäste warten, sich den Ball klauen und im gestreckten Galopp den Weg vorbei an dem starken Tobias Bühler finden. Nach 48 Minuten war der Drops gelutscht: Ein 9:0 Torelauf entschied die faire Begegnung wie erwartet. Die letzten 10 Minuten strafften sich die Försterbuben noch einmal und gestalteten die Begegnung einigermaßen offen. Am Ende stand ein verdientes 33:17 für die Hausherren zu Buche.
Der Förstersche Kommentar zu dem Sieg des Favoriten: „ Meinen Glückwunsch an die Hausherren. Wir haben gezeigt bekommen woran wir arbeiten müssen und vor allem worauf es ankommt. Wenn wir nicht diszipliniert spielen und eine ordentliche Effektivität an den Tag legen sind wir gegen so einen Gegner schnell chancenlos. Vor und nach der Pause haben wir gezeigt wie es gehen kann. Wenn wir im Angriff erfolgreich waren haben wir auch keine Gegenstöße zugelassen und im stehenden Angriff hatten wir Degmarn/Oedheim eigentlich ganz gut im Griff.  Mir ist wichtig dass wir aus dem Spiel unsere Lehren ziehen, die nächsten 3 Wochen ordentlich trainieren und dann zu Hause gegen die TB Richen eine geile Leistung auf die Platte zaubern.“
TSB Horkheim: Tobias Bühler und Miguel Gebhardt im Tor, Stefan Nagel 1, Andreas Roll 4/3, Patrick Lang 7, Alexander Würz 2/1, Julian Herrmann, Sebastian Huber, Tobias Wacker 1, Dominik Kraus, Florian Buchinger, Kevin Hipp, Dirk Förster 2

 

Written by dförster | 11.10.2016 15:09:57 | 385x gelesen