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04.11.2016 TSB Horkheim: Spaß-Kür statt

TSB Horkheim: Spaß-Kür statt Pflichterfüllung

1. Mannschaft - SG Kronau-Östringen 2 38:32

TSB feiert mit Offensivfeuerwerk einen 38:32-Sieg gegen SG Kronau-Östringen II

Wenn ein Spitzenteam auf ein Team im Abstiegskampf tritt, wird ja gerne von einer Pflichtaufgabe gesprochen. Diese Ausgangslage galt auch am Dienstag vor der Drittliga-Partie des TSB Horkheim gegen die SG Kronau-Östringen II. Nun lässt sich eine Pflichtaufgabe in der Regel mit einer soliden, konzentrierten Leistung lösen. Oder – passend zu einem Spiel an einem Feiertag – mit einer Glanzleistung. Spaß-Kür statt Pflichterfüllung – der TSB sprühte vor Handball-Lust und gewann hochverdient mit 38:32 (17:14).

„Das war heute ausnahmsweise mal kein ganz enges Spiel bis zum Schluss. Das tut uns gut und ist auch für die Zuschauer entspannter“, sagte Rechtsaußen Marco Hauk. „Es war nicht immer ganz leicht, die Konzentration hochzuhalten, aber es hat richtig Spaß gemacht.“

"Schon eine sehr souveräne Leistung"

Janik Zerweck

(Janik Zerweck und der TSB Horkheim feierten am Dienstag einen überzeugenden Sieg. Foto: Mario Berger)

Trainer Jochen Zürn lobte die taktischen Umsetzungen seines Teams, ärgerte sich aber über einige Nachlässigkeiten in der Schlussphase: „Wir können hier sicher mit zehn Toren rausgehen, aber das war schon eine sehr souveräne Leistung.“

Der TSB begann da, wo er drei Tage zuvor gegen Fürstenfeldbruck aufgehört hatte. Mit viel Bewegung, schnellem Passspiel und vielen Kreuzungen rissen die Gastgeber Lücken in die offensive 4:2-Abwehr des Gegners. Immer wieder gelang es, Kreisläufer Alexander Schmid freizuspielen, der sich die freien Einwurfgelegenheiten nicht entgehen ließ.

Spielmacher Andreas Blodig lenkte die Angriffe gekonnt, auf den Halbpositionen wurde von rechts (Janik Zerweck) und links (Sebastian Heymann) sicher abgeschlossen. Die Horkheimer waren im Spaßmodus. Nach knapp 20 Minuten hatte sich der TSB beim 13:7 bereits eine vermeintlich komfortable Sechs-Tore-Führung herausgespielt.

TSB lässt Gegner mit Nachlässigkeit herankommen

Doch so leicht wollten sich die in dieser Saison erst einmal siegreichen Gäste nicht geschlagen geben. Bis zum Pausenstand von 14:17 halbierten sie den Rückstand wieder, auch weil sich der TSB die eine oder andere Nachlässigkeit erlaubte.

Genau davor hatte Trainer Jochen Zürn schon nach dem Sieg gegen Fürstenfeldbruck gewarnt: „Das ist ein neues Spiel, für das wir wieder die gleiche Einstellung und dieselbe Gier brauchen. Die SG war in allen Spielen auf Augenhöhe, hat immer nur knapp verloren, kommt hier als Außenseiter her und hat nichts zu verlieren.“

Ähnliches schien auch TSB-Kapitän Stefan Fähnle durch den Kopf zu gehen, als er im Spielerkreis kurz vor Wiederbeginn brüllte: „Wir holen uns jetzt die Punkte. Auf geht’s!“

Spektakulärer Treffer

Seine Mitspieler erhörten den Weckruf. Sebastian Heymann erhöhte auf 18:14 (32.), doch das Perspektivteam der Rhein-Neckar Löwen hielt weiter dagegen. Beim Stand von 23:18 (40.) erhielten die Gäste eine doppelte Zeitstrafe. Eigentlich die Gelegenheit für die Horkheimer, um den Sack zuzumachen. Doch noch vor Ablauf der 120 Sekunden hatte sich der TSB in Person von Heymann und Sascha Laurenz selbst zwei Strafen eingehandelt und fand sich beim Stand von 25:20 (42.) nun selbst in doppelter Unterzahl wieder.

Doch bei den Gästen ging das Spiel mit zwei Mann mehr auf dem Feld völlig nach hinten los. Erst traf Blodig mit einer starken Einzelaktion, dann beging die SG ein Offensivfoul und Marco Hauk verwertete den langen Gegenstoßpass spektakulär per Kempa-Trick.

Gästetrainer Sandro Catak nahm sofort eine Auszeit, doch von diesen Nackenschlägen erholte sich sein Team nicht mehr. Der TSB war jetzt wieder im Spaßmodus, spielte schöne Tore in der Dauerschleife heraus. Dass die sprühende Offensivlust hin und wieder mal zu Lasten der Defensivarbeit ging, war an diesem Handball-Feiertag für die Horkheimer locker zu verschmerzen.

Written by son - www.stimme.de | 04.11.2016 09:23:25 | 117x gelesen