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07.11.2016 Zu hohe Hypotheken und Hürden

Zu hohe Hypotheken und Hürden in Pforzheim

TGS Pforzheim - 1. Mannschaft 36:32

Der TSB Horkheim hat einen Big Point im engen Rennen an der Drittliga-Tabellenspitze verpasst.
Das Team von Trainer Jochen Zürn verlor am Samstagabend mit 32:36 (14:19) bei der TGS Pforzheim.

Zu hohe Hypotheken und Hürden in Pforzheim

(Marco Hauk machte gegen die SG Kronau-Östringen II ein starkes Spiel, verletzte sich am Samstag in Pforzheim allerdings am Knie. Eine Untersuchung am heutigen Montag soll klären, wie schlimm es den Linkshänder erwischt hat.Foto: Mario Berger)

 Es war die dritte Niederlage der Horkheimer im vierten Auswärtsspiel der Saison. Zudem droht verletzungsbedingt für die nächsten Spiele eine Vakanz auf der rechten Rückraumseite.

Bereits in der ersten Hälfte der Partie in der Bertha-Benz-Halle zog sich Janik Zerweck eine Risswunde an der Hand zu, die im Krankenhaus mit vier Stichen genäht werden musste. Zu Beginn der zweiten Hälfte erwischte es Marco Hauk, der mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden musste. "Bei Janik habe ich die Hoffnung, dass er vielleicht schon nächste Woche in Pfullingen wieder dabei ist, bei Marco müssen wir die Untersuchung am Montag abwarten", war Zürn gestern verhalten optimistisch.

Zwar füllte Freddy Griesbach die durch die beiden Verletzungen entstandenen Lücken in Abwehr und Angriff, aber eine eklatante Schwächung für die Horkheimer waren die Ausfälle natürlich trotzdem. "Die Mannschaft hat gut reagiert und bewiesen, dass sie Rückschläge auffangen kann", sagte Zürn.

Zu viele Gegentore

Entscheidend für die Niederlage waren letztlich die viel zu vielen Gegentore. 19 Stück nach 30 Minuten hatte der TSB in dieser Saison noch nicht hinnehmen müssen. Das war einer Reihe von Ballverlusten und daraus resultierender Gegenstöße geschuldet. Zudem dem bärenstarken Rückraum der TGS mit Florian Taafel (sieben Tore) und Martin Kienzle (elf Treffer). Darüber hinaus zog Linus Mathes im Torhüterduell mit Daniel Sdunek auf Pforzheimer Seite den Kürzeren.

Kurze Hoffnung

Einmal keimte bei den zahlreich mitgereisten Horkheimer Fans noch Hoffnung auf. Der starke Basti Heymann verkürzte in Unterzahl auf 25:28 (47.). "Wenn wir da noch einen Treffer näher herankommen, kann die Partie nochmal kippen", mutmaßte auch Zürn. Mit einer offensiven Deckungsvariante und dem siebten Feldspieler hatte auch Zürn alle taktischen Mittel ausgeschöpft, um den Gegner doch von der Siegesstraße zu schubsen. Doch ein 3:0-Lauf der Gastgeber zum 31:25 verdunkelte den Hoffnungsschimmer endgültig. "Die TGS lag über 60 Minuten nie im Rückstand, war die meiste Zeit fünf, sechs Tore weg und hat von daher natürlich verdient gewonnen", gab Zürn zu.

Dass es von Pforzheimer Seite Lob für das fair geführte (nur drei Zeitstrafen) und hochklassige Spiel gab, war für die Gäste letztlich ein schwacher Trost. Zwar fehlen zur Tabellenspitze nach wie vor nur zwei Punkte, doch die drei Teams vor dem TSB sowie die direkten Verfolger haben alle ein Spiel weniger absolviert und können den Abstand noch vergrößern beziehungsweise die Horkheimer überholen.

TSB Horkheim: Mathes, Welz (n.e.) - Lenz (2), Gehrke (2), Griesbach, Schmid (6), Grosser (2), Heymann (8), Laurenz, Zerweck (1), Fähnle, Blodig (9), Hauk, Bohnenstengel (n.e.).

Beste Schützen der TGS: Kienzle (11), Taafel (7), Boschen (6).

Siebenmeter: TGS 3/2; TSB 1/0.

Zeitstrafen: 2/1.

Written by son - www.stimme.de | 07.11.2016 08:42:41 | 193x gelesen