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22.11.2016 Kein Sieg für die Vereinschro

Kein Sieg für die Vereinschronik, aber zwei wertvolle Punkte

1. Mannschaft - VTV Mundenheim 34:27

TSB Horkheim erfüllt Pflichtaufgabe gegen Mundenheim souverän mit 34:27 − In der Stauwehrhalle weiter ungeschlagen

Kein Sieg für die Vereinschronik, aber zwei wertvolle Punkte

Tobias Gehrke (links, im Duell mit Thoren Pönisch) ärgerte sich etwas über seinen einen vergebenen Siebenmeter, lieferte aber eine starke Partie ab.

Foto: Andreas Veigel

Dass Stefan Fähnle kurz nach Spielende im Foyer der Stauwehrhalle mit einem Weizenbier in der Hand anzutreffen ist, hat in Horkheim Tradition. Doch dass der Kapitän am Samstag trotz des 34:27 (17:15)-Siegs gegen den VTV Mundenheim ein "Das-Spiel-ganz-schnell-vergessen"-Weizen brauchte, war ungewöhnlich. "Ich habe noch nie so schlecht in der Abwehr gespielt", sagte der 34-Jährige selbstkritisch. Dabei waren die zwei Punkte für den TSB gegen den abstiegsbedrohten Aufsteiger zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr.

Zu Beginn überraschten die Gäste den Favoriten mit einer offensiven 4:2-Abwehr und dem siebten Feldspieler im Angriff. "Das haben die auf keinem Video, das wir vorher gesehen haben, so gespielt", sagte Tobias Gehrke. Den Horkheimern fehlte zunächst eine adäquate Antwort darauf, so dass sich Trainer Jochen Zürn bereits in der sechsten Minute beim Stand von 1:3 gezwungen sah, seine erste Auszeit zu nehmen. Mit dem Wechsel von Sebastian Heymann auf Linksaußen und der Hereinnahme von Gehrke auf halblinks konterte der TSB die Manndeckung der Gäste und stärkte das spielerische Element. Ruckzuck glich der TSB aus und übernahm fortan die Führung.

Absetzen konnten sich die Horkheimer in den ersten 30 Minuten allerdings nicht. "Wir bekommen allein fünf oder sechs Gegenstoßtore, das ist gegen diesen Gegner natürlich zu viel", sagte Pascal Welz. Der Torhüter musste nach 40 Minuten wegen erneuter Leistenbeschwerden vom Feld, gab aber gleich Entwarnung: "Das war eine Vorsichtsmaßnahme. Wenn ich absitze, dann schmerzt es immer mal wieder, aber es besteht kein Grund zur Sorge."

Sorgen um die fest eingeplanten zwei Punkte machte sich auch angesichts der knappen 17:15-Halbzeitführung niemand. "Gerade durch unsere bisherigen Heimauftritte in dieser Saison haben wir das Vertrauen, so ein Spiel nach Hause zu bringen", sagte Gehrke. Dank einer konsequenteren Abwehrleistung, vieler gewonnener Bälle und sicher abgeschlossener Tempogegenstöße setzte sich der TSB kurz nach Wiederbeginn vorentscheidend auf 23:18 (42.) ab. Besonders Eigengewächs Daniel Grosser auf Rechtsaußen überzeugte in dieser Phase mit sicheren Abschlüssen. "Das hat mich für Dani sehr gefreut. Er ist dabei, sich mit großem Engagement im Training aus seinem kleinen Tief herauszuarbeiten. Tore helfen dabei natürlich", sagte Zürn.

Für die Schlussviertelstunde hatten die Gäste weder eine weitere taktische Überraschung parat noch die Kraftreserven übrig, um sich nochmal heranzukämpfen. Trainer Patrick Horlacher war nach Spielende trotzdem erstaunlich gut gelaunt. "Wir genießen jedes Spiel in dieser Liga und sind dankbar, dass uns der Verein die Teilnahme ermöglicht hat." Nicht gerade eine Kampfansage im Ringen um den Klassenerhalt in der 3. Liga Süd.

Zähe Geburt

Sei's drum, der TSB bleibt auch im siebten Heimspiel der Saison ungeschlagen und ist voll im Titelrennen dabei. "Das war heute ein hartes Stück Arbeit und eine zähe Geburt, aber die Mannschaft durchläuft eine beeindruckende Entwicklung", lobte Zürn, der sich den Luxus erlaubte, den angeschlagenen Marcel Lenz fast komplett auf der Bank zu lassen. Beim zweiten Weizen war dann auch Fähnle wieder positiver gestimmt: "Morgen fragt keiner mehr nach dem Spiel, aber die zwei Punkte haben wir."

TSB Horkheim: Welz, Mathes (Tor) - Lenz (4/1), Gehrke (5/2), Griesbach, Schmid (2), Grosser (4), Heymann (5), Laurenz (6), Zerweck (4), Fähnle, Blodig (4), Bohnenstengel (n.e.).

Beste Schützen des VTV: Tremmel (6), Schmieder (5), Arentz (4).

Siebenmeter: TSB 4/3; VTV 1/1.

Zeitstrafen: 0/3.

Fürstenfeldbruck droht Punktabzug

Der Tabellenzweite der 3. Liga Süd TuS Fürstenfeldbruck droht in den Abstiegskampf zu geraten. Nicht aus sportlichen Gründen, sondern weil ein massiver Punktabzug droht. Nach Auffassung des bayrischen Handballverbands habe der TuS das Nachwuchstalent Alexander Leindl ohne Spielberechtigung eingesetzt. Dem widersprach Manager Erich Raff gegenüber des "Münchner Merkurs", die Drittliga-Spielgenehmigung sei "einwandfrei". Der Fall wird wohl vom zuständigen Sportgericht entschieden werden müssen. Ausgang offen. son

Written by son - www.stimme.de | 22.11.2016 19:42:17 | 190x gelesen