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05.12.2016 Horkheim ist Tabellenführer

Horkheim ist Tabellenführer

1. Mannschaft - Balingen-Weistetten 2 31:24

Das größte Lob kam vom Gästetrainer. "Ich hatte heute richtig Spaß, dem TSB beim Handballspielen zuzuschauen", sagte André Doster. Bemerkenswerte Worte direkt nach einer klaren Niederlage, gleichzeitig aber auch die größtmögliche Anerkennung von Seiten des unterlegenen Gegners.

Mit 31:24 (17:10) haben die Horkheimer am Samstag das Spitzenspiel gegen Balingen-Weilstetten II gewonnen und die Tabellenführung in der 3. Liga Süd übernommen. Die SG Nußloch verpasste gestern durch ein unerwartetes 32:32-Unentschieden gegen die abstiegsgefährdete SG Pforzheim-Eutingen den Sprung an die Spitze.

Doch selbst die vermutete Tabellenführung für lediglich eine Nacht, trübte schon tags zuvor die Freude in der Stauwehrhalle in keiner Weise. "Die Mannschaft durchläuft eine fantastische Entwicklung. Ich bin sehr stolz auf die Jungs", sagte Trainer Jochen Zürn nach dem vierten Sieg in Folge. Das Wort Meisterschaft nahm er − wie seine Spieler − aber nicht in den Mund. "Wir sind, was unsere eigene Zielstellung angeht, voll im Plan und genießen den Moment."

Tabellenführer TSB

Der Denker und Lenker des Horkheimer Spiels: Andreas Blodig.

Fast zu einfach

Es war tatsächlich phasenweise ein Handball-Genuss, den − wohlgemerkt beide Teams − den 500 Zuschauern boten. Nach einigen der Nervosität geschuldeten einfachen Ballverlusten hüben wie drüben, riss der TSB das Spiel mit Macht an sich. Angeführt von Andreas Blodig und Marcel Lenz führte der TSB nach 13 Minuten mit 9:3. Sechsmal war der Linksaußen erfolgreich, dreimal der umsichtige Spielmacher. Dazu parierte Pascal Welz nahezu alles, was auf sein Tor kam, sofern die Balinger ihm nicht den Gefallen taten, die Bälle gleich neben das Tor zu werfen. "Das nimmt man als Torhüter gerne mit", freute sich Welz. Diese frühe Phase war für Gästecoach Doster sogar bereits spielentscheidend: "In unseren ersten 14 Angriffen unterlaufen uns elf Fehler. So kannst du auswärts nicht punkten."

In diesem Punkt stimmte ihm Zürn nicht ganz zu. "Mir ging das am Anfang alles zu einfach. Es war beinahe zu erwarten, dass dadurch etwas Entschlossenheit und Konzentration verloren geht", sagte Zürn.

Berechtigte Befürchtungen wie sich zeigte. Da die Balinger mit Jonas Baumeister ebenfalls einen Keeper der Extraklasse zwischen den Pfosten hatten, war die Partie schon beim 10:8 (21.) wieder offen.

Jetzt kam allerdings der Heymann-Faktor ins Spiel. Nach 20-minütiger Anlaufzeit versenkte der Junioren-Nationalspieler bis zur Pause noch vier Würfe. Damit hatte der 18-Jährige maßgeblichen Anteil, an der deutlichen 17:10-Pausenführung.

Massiver Einbruch

Die bauten die Gastgeber ruckzuck auf 19:10 (35.) aus, ehe ein massiver Einbruch folgte. Mit seinem blitzschnellen Umschaltspiel war Balingen beim 20:17 (46.) wieder im Spiel. "Wir haben plötzlich schon bei 80-prozentigen Wurfgelegenheiten draufgehalten, anstatt geduldig weiterzuspielen. Balingen hat diese Phase eiskalt genutzt", erklärte Lenz. Doch nach einer Auszeit fand der TSB schnell wieder in die Spur. Beim 27:20 (54.) war das Spiel entschieden.

"Wir waren in zwei Phasen des Spiels zu pomadig. Auch die Angriff-Abwehrwechsel auf der Kreisläuferposition waren teilweise zu lethargisch", kritisierte Zürn, musste allerdings sofort grinsend anfügen: "Wir haben gegen ein Spitzenteam mit sieben Toren Vorsprung gewonnen. Soviel können wir da nicht falsch gemacht haben."

TSB Horkheim: Welz, Mathes (Tor) - Lenz (9/3), Gehrke (4/1), Griesbach, Schmid (2), Grosser (3), Heymann (9), Laurenz, Zerweck (1), Fähnle, Blodig (3), Bohnenstengel, Wahl.

Beste Schützen des HBW: Kirsch (7), Dangers (5), Kolodziej (3), Beckmann (3).

Siebenmeter: TSB 5/4; HBW 4/2.

Zeitstrafen: 3/2. Zuschauer: 500.

Written by son - www.stimme.de | 05.12.2016 10:29:52 | 270x gelesen