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Ein Ex-Bietigheimer geht, ein Ex-Bietigheimer kommt

Beim Drittligisten TSB Horkheim laufen die Personalplanungen für die kommende Saison auf Hochtouren. Spielmacher Andreas Blodig verlässt den Verein am Saisonende, Nils Boschen wird der Nachfolger für Stefan Fähnle.

 

 

Ein Ex-Bietigheimer geht, ein Ex-Bietigheimer kommt

Andreas Blodig verlässt die Horkheimer am Saisonende.
Foto: Archiv/Veigel, Andreas

Bereits seit dem Wochenende steht fest, dass Spielmacher Andreas Blodig den Verein nach zwei Jahren in Richtung seines Heimatvereins SV Fellbach verlässt. Seit Dienstag ist klar, dass sich der TSB für die kommende Saison die Dienste von Nils Boschen vom Ligakonkurrenten TGS Pforzheim gesichert hat. Der Kreisläufer soll Kapitän Stefan Fähnle ersetzen, der seine Karriere im Sommer beendet.

"Es war immer mein Plan, meine Karriere bei meinem Heimatverein ausklingen zu lassen", sagt Blodig. Der angehende Lehrer ist zu Jahresbeginn zurück nach Fellbach gezogen, wo bereits seine Freundin und ein Großteil der Familie lebt. "Sportlich gesehen kommt der Wechsel vielleicht zu früh, ich hätte sicher noch ein paar Jahre auf höherem Niveau spielen können. Aus persönlicher und beruflicher Sicht ist es aber die richtige Entscheidung", ist der 29-Jährige überzeugt.

Beim aktuellen Landesliga-Zweiten hat Blodig das Handballspielen gelernt und sein erstes Aktivenjahr absolviert. Über die SG H2Ku Herrenberg kam er 2009 zur SG BBM Bietigheim, die er nach sechs Jahren in Richtung Horkheim verließ. Künftig wird er nicht nur als Spieler fungieren, sondern gleichberechtigt mit Martin Mößner das Fellbacher Team auch trainieren. Bereits zu Saisonbeginn hatte Blodig die C-Junioren des Vereins übernommen und die Hoffnungen auf eine Rückkehr genährt. "Ich bin natürlich oft angesprochen worden, wie lange denn mein Vertrag noch läuft und wann ich endlich zurückkomme."

Aufgrund einiger Verletzungen verlief sein Premierenjahr beim TSB noch nicht wie gewünscht, seit Saisonbeginn überzeugt der Rechtshänder aber in der Rolle des Spielgestalters. "Ich möchte den TSB natürlich mit dem maximal möglichen Erfolg verlassen", sagt Blodig. Das wäre für den aktuell Tabellendritten natürlich die Meisterschaft.

Dieses Ziel steht auch noch auf der Agenda von Nils Boschen. Schließlich ist die TGS nach dem Sieg gegen Nußloch am vergangenen Sonntag wieder voll drin im Kampf um die Meisterschaft. Trotzdem wird der 23-Jährige in der nächsten Saison das Trikot des TSB tragen. "Ein entscheidender Grund für den Wechsel ist die Fahrerei nach Pforzheim. Von meinem Wohnort Marbach muss ich immer eineinhalb Stunden einplanen", sagt Boschen. Ein zweiter Grund ist das gute Verhältnis zu Trainer Jochen Zürn, den Boschen noch aus seiner Bietigheimer Zeit kennt. "Das Gesamtpaket, um in der 3. Liga oben mitzuspielen, stimmt in Horkheim einfach", sagt Boschen.

Dass er als Nachfolger des langjährigen Kapitäns Fähnle eine schwere Aufgabe übernimmt, ist ihm bewusst, schreckt ihn aber nicht. "Ich traue mir dir Rolle des Abwehrchefs zu und sehe mich als Leadertyp." Gemeinsam mit Alexander Schmid wird er ein herausragendes Gespann bilden. "Kein Verein wird auf der Position in der kommenden Saison so ein gutes Niveau haben", ist Boschen überzeugt. Trotz der Verluste von Blodig, Fähnle und sehr wahrscheinlich auch Sebastian Heymann sieht der Neuzugang den TSB gut gerüstet: "Es sind noch viele Spieler mit sehr guter Qualität im Kader."

Written by son - www.stimme.de | 18.01.2017 19:45:39 | 1196x gelesen