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Führungskraft mit Erfahrung für Horkheim

Mit Pierre Freudl vom Drittliga-Konkurrenten SG Nußloch hat der TSB Horkheim einen hochkarätiger Neuzugang für die nächste Saison verpflichtet.

Dieses Wochenende steht beim TSB Horkheim alles im Zeichen der traditionellen Faschingsfeierlichkeiten. Neben den närrischen Tagen haben die Handballer aber einen weiteren Grund zum Feiern: Mit Pierre Freudl vom Drittliga-Konkurrenten SG Nußloch ist ein hochkarätiger Neuzugang für die nächste Saison verpflichtet worden. "Das ist ein absoluter Wunschspieler. Er bringt Qualität und Erfahrung mit", sagt Horkheims Trainer Jochen Zürn.

Bereits seit einigen Wochen steht fest, dass dem TSB im Sommer mal wieder ein personeller Umbruch bevorsteht. Mit Spielmacher Andreas Blodig, Kapitän Stefan Fähnle und Juwel Sebastian Heymann verlieren die Horkheimer drei zentrale Figuren. Dazu kommt noch der Verlust des vielseitigen Freddy Griesbach und die ungewisse Zukunft von Marco Hauk.

Neuzugang will Führungsrolle

Ganz eklatant sah es zwischenzeitlich im linken Rückraum aus, da neben Heymann auch Sascha Laurenz den Verein verlässt. Mit Felix Kazmeier vom Württembergligisten Neckarsulmer Sport-Union kommt zwar ein vielversprechendes Talent, das aber zwei Ligen höher seine Eingewöhnungszeit brauchen wird. Mit dem 33-jährigen Freudl ist für diese wichtige Position nun eine erfahrene Kraft gefunden worden. "Ich hatte in meinen Vereinen immer eine Führungsrolle inne. Die bin ich auch in Horkheim bereit zu übernehmen", sagt der 1,90 Meter große Rechtshänder.

Einmal mehr haben die Bietigheimer Zweitliga-Jahre des TSB-Trainers bei einer Verpflichtung geholfen. "Ich kenne Jochen aus meiner Zeit bei der SG BBM und weiß, was ich an ihm habe. Umgekehrt ist das sicher ähnlich", sagt Freudl, der von 2009 bis 2013 unter Zürn in Bietigheim spielte. Von dort wechselte er zum Oberligisten Nußloch, den er als Torschützenkönig mit 235 Treffern 2014 maßgeblich mit in die 3. Liga führte. Auch aktuell ist Freudl der Topscorer seines Teams. Trotzdem hat die SG seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängert. "Der Verein setzt auf meiner Position künftig andere Prioritäten. Das ist auch in Ordnung", geht Freudl ohne Groll.

"Er tut uns unglaublich gut"

Für Horkheim sprach neben dem Trainer, dass der TSB ebenfalls in der Spitze der 3. Liga spielt und immer ein loser Kontakt bestanden hat. Für den Ludwigsburger Freudl kommt hinzu, dass seine Anfahrtswege deutlich kürzer werden. "Darüber bin ich sicher nicht traurig, aber das war für mich nicht ausschlaggebend", sagt der Kundenberater der Sparkasse. Dadurch hat er allerdings Zeit gewonnen, die er statt auf der Autobahn mit seinen drei Kindern verbringen kann.

Jochen Zürn freut sich auf das Wiedersehen: "Er tut uns unglaublich gut." Im Innenblock soll Freudl den erfahrenen Abwehrchef Fähnle ersetzen, auf Halblinks Shooter Heymann − und das "auf seine Art". Dass der Neue sich im Rückraum die Position mit Felix Kazmeier teilt, hält Zürn für ideal: "Das Spiel zwischen alt und jung funktioniert gut. Felix wird von Pierres Erfahrung profitieren."

Written by son - www.stimme.de | 25.02.2017 11:54:31 | 607x gelesen