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06.03.2017 Gegen den TSB-Express im Rolle

Gegen den TSB-Express im Rollen war nichts zu wollen

1. Mannschaft - HG Ofters/Schwetz 33:27

Horkheim schlägt Aufsteiger Oftersheim/Schwetzingen souverän mit 33:27. Die Flügelzange bereitet sich und den Zuschauern Spaß

Zwei wichtige Leistungsträger gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen: Tobias Gehrke (links) und Janik Zerweck.
Foto: Andreas Veigel

Der Tabellenvierte schlägt den Tabellensechsten mit 33:27 (17:13). Ein klarer Sieg im Verfolgerduell wäre grundsätzlich ein Grund für eitel Sonnenschein nach Spielende. Doch beim TSB Horkheim sind die Ansprüche im Saisonverlauf gewachsen. Das war während der zweiten Halbzeit an Jochen Zürns Mimik abzulesen. Als er seine Jungs gut eine Viertelstunde vor Ende zur Auszeit bat, führte das Team mit 22:17 gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen, trotzdem war der TSB-Coach angesäuert. "Wir haben den Gegner immer wieder angefüttert und wilde Sau gespielt", ärgerte sich Zürn.

Kurtzfristige Ausfälle Dabei hatte sein Team hochkonzentriert begonnen. Bereits in der siebten Minute führte der TSB mit 6:2 und Gästecoach Martin Schnetz nahm seine erste Auszeit. Linus Mathes, der für den grippegeschwächten Pascal Welz im Tor stand, hatte zu diesem Zeitpunkt schon drei Mal stark gehalten. Das kurzfristige Fehlen von Freddy Griesbach, dessen Frau Janine das erste Kind erwartet, kompensierte Daniel Grosser über 60 Minuten hervorragend. Trotzdem kamen die von Verletzungen gebeutelten Gäste nach einer knappen Viertelstunde wieder auf 8:9 heran. Sobald der TSB-Express allerdings rollte, war die HG chancenlos. Das 17:13 war angesichts des Spielverlaufs eine zu geringe Pausenführung.

Die zwei schnellen Tore nach Wiederbeginn zum 19:13 taten dem TSB-Spiel letztlich auch nicht gut. Danach war ein bisschen Larifari angesagt, die Partie wurde zusehends zerfahrener. Das brachte Zürn in Rage und veranlasste ihn zur eingangs erwähnten Auszeit. Tobias Gehrke brachte auf der Spielmacherposition wieder Ruhe in die Aktionen und spätestens beim 28:19 (50.) war die Partie entschieden.

Zürn nutzte die Gelegenheit, um den etablierten Kräften längere Pausen und der zweiten Garde viel Spielzeit zu gönnen. Und die lieferte: Sascha Laurenz, der viel für den nach einem Schlag an den Kopf leicht angeknockten Sebastian Heymann spielte, erzielte mit fünf Treffern seinen Saison-Höchstwert. Die Flügelzange aus Horkheimer Eigengewächsen bereitete den Zuschauern und den Protagonisten Freude. "Ich hatte durch meine Verletzung eine schwere Zeit und bin total glücklich, dass ich der Mannschaft jetzt auch helfen kann", sagte Linksaußen Hendrik Bohnenstengel, der rechtzeitig zum Saisonendspurt wieder in Topform kommt. "Hendrik hat es verdient", freute sich sein Kumpel Daniel Grosser, der mit drei Toren und einer guten Abwehrleistung ebenfalls "sehr zufrieden" war. Dem Coach war es wichtig, dass alle Spieler vor den nächsten Aufgaben nochmal Selbstvertrauen tankten. Das galt auch für Keeper Mathes, der 14 Bälle parierte, darunter einige spektakuläre freie Würfe.

Ärger verraucht Dank des überraschenden Siegs der SG Köndringen-Teningen bei Tabellenführer Balingen-Weilstetten II ist der TSB jetzt wieder Tabellendritter. Nur einen Punkt hinter der TGS Pforzheim und der SG Nußloch. Insofern war dann auch der zwischenzeitliche Ärger über ein Spiel mit Licht und Schatten beim Trainer schnell verraucht: "Das ist schon Kritik auf sehr hohem Niveau", sagte Zürn.

TSB Horkheim: Mathes, Welz (Tor) − Lenz (6/2), Gehrke (4), Schmid (1), Grosser (3), Heymann (7), Laurenz (5), Zerweck (4), Fähnle, Blodig (1), Bohnenstengel (2).

Beste Schützen der HG: Micke (10), Sauer (5/3).

Siebenmeter: TSB 2/2; HGO 4/3.

Zeitstrafen: 3/4.

Zuschauer: 400.

Written by son - www.stimme.de | 06.03.2017 10:17:44 | 212x gelesen