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13.03.2017 Großen Wurf verpasst, aber gl

Großen Wurf verpasst, aber glimpflich davongekommen

TuS Fürstenfeldbruck - 1. Mannschaft 27:26

TSB Horkheim verspielt in Fürstenfeldbruck eine Fünf-Tore-Führung und verliert mit 26:27 − Topteams kassieren allesamt Niederlagen

( In seinem zweiten Jahr in der 3. Liga entwickelt sich TSB-Eigengewächs Daniel Grosser mehr und mehr zum Leistungsträger.Fotos: Archiv/Veigel )

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass in der 3. Liga Süd jeder jeden schlagen kann, dann wurde der am Samstagabend erbracht. Tabellenführer Nußloch verliert bei Aufsteiger Oftersheim. Der Tabellenzweite TGS Pforzheim verliert bei den Junglöwen der SG Kronau-Östringen II. Die HBW Balingen-Weilstetten als Vierter unterliegt der TSG Haßloch.

Es wäre die große Chance für den TSB Horkheim gewesen, um die Tabellenspitze zu erobern. Doch der Tabellendritte verspielt in Fürstenfeldbruck eine Fünf-Tore-Führung und verliert denkbar knapp mit 26:27 (16:12).

Trainer-Quartett "Jetzt kann man sagen, da sind wir noch mit einem blauen Auge davongekommen. Doch eigentlich haben wir eine große Chance verpasst", ärgerte sich der Ressortleiter der ersten Mannschaft, Mike Löbich, der am Samstagabend in der Wittelsbacher-Halle gemeinsam mit Co-Trainer Alexander Huber und den erfahrenen Spielern Stefan Fähnle und Andreas Blodig den Cheftrainer ersetzen mussten. Aufgrund der schweren Erkrankung seines Vaters konnte Zürn nicht mit nach Fürstenfelbruck fahren. "Daran lag es aber sicher nicht, dass wir verloren haben", stellte Löbich klar.

Der TSB startete schwach. Überhastet im Angriff und nicht wirklich sattelfest in der Abwehr hieß es nach fünf Minuten 3:0 für die Gastgeber. Erst in der neunten Minute gelang Janik Zerweck das erste Tor für die Gäste − es blieb sein letztes. Ebenso wenig fand auf der linken Rückraumseite Sebastian Heymann ins Spiel. In der 49. Minute erzielte der Top-Feldtorschütze der Horkheimer seinen ersten und ebenfalls einzigen Treffer. "Das war eher eine schwächere Vorstellung von Basti", sagte Löbich salomonisch.

Immerhin: Der TSB fing sich. Dem frischgebackenen Vater Freddy Griesbach gelang bereits nach einer Viertelstunde der 5:5-Ausgleich, der starke Rechtsaußen Daniel Grosser brachte sein Team wenig später erstmals in Führung. Durch geduldig ausgespielte Angriffe und eine immer stärkere Abwehr zog der TSB wiederum durch ein Rückraumtor von Griesbach kurz vor der Pause auf 16:11 davon. "In der Phase haben wir es richtig gut gespielt", sagte Löbich.

Doch angefeuert von ihren Fans besannen sich die Gastgeber im zweiten Durchgang auf die im Abstiegskampf erforderlichen Tugenden: Kampf, Einsatz und Abwehrspiel. "Ich habe selten gegen eine so aggressive Abwehr gespielt", sagte TSB-Kapitän Stefan Fähnle kurz nach Spielende. Dabei blieb der TuS aber größtenteils fair − kassierte nur zwei Zeitstrafen in den gesamten 60 Minuten. Mit einem Doppelschlag gelang Philipp Ball in der 47. Minute erstmals wieder der Ausgleich.

Chancen liegengelassen Ab diesem Zeitpunkt konnte sich kein Team mehr einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Beim Stand von 27:26 für die Gastgeber hatte der TSB den letzten Angriff. Doch die aggressive Verteidigung verhinderte einen gezielten letzten Torabschluss − die Niederlage war besiegelt. "Ich kann vor meiner Mannschaft nur den Hut ziehen, wie sie das Spiel gedreht hat", sagte TuS-Trainer Martin Wild. "Am Ende eines solchen Spiels kommt natürlich viel zusammen, sicher auch einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen. Letztlich müssen wir uns aber an die eigene Nase fassen. Praktisch jeder Spieler hat in der entscheidenden Phase den einen oder anderen freien Wurf liegengelassen", sagte Löbich. Am Ende war es dann mindestens ein Fehlversuch zu viel.

TSB Horkheim: Mathes (1), Welz (beide Tor) - Lenz (5/4), Gehrke (3), Griesbach (4), Schmid (2), Grosser (4), Heymann (1), Laurenz (1), Zerweck (1), Fähnle, Blodig (3), Bohnenstengel (1).

Beste Schützen des TuS: Meinzer (10), Hoffmann (4), Ball (3), Lex (3), Prause (3).

Siebenmeter: TuS 1/0; TSB 4/4.

Zeitstrafen: 2/4.

Written by son - www.stimme.de | 13.03.2017 08:49:09 | 237x gelesen