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03.04.2017 Meisterlicher Auftritt in Mund

Meisterlicher Auftritt in Mundenheim

VTV Mundenheim - 1. Mannschaft 21:34

Souveräner TSB Horkheim fährt 34:21-Kantersieg beim Abstiegskandidaten ein − Kopf-an-Kopf-Rennen um Drittliga-Titel geht weiter

Mit der seit Wochen an offenbarten Horkheimer Leichtigkeit hat der TSB die Pflichtaufgabe beim Abstiegskandidaten VTV Mundenheim gelöst. In der nur spärlich gefüllten Halle fuhr das Team von Trainer Jochen Zürn am Samstagabend einen souveränen 34:21 (16:8)-Sieg ein. "Es ist nie leicht, aber wir haben es leicht aussehen lassen", sagte ein rundum zufriedener Coach.

Horkheims Alexander Schmid war nicht zu halten. "Rudi ist ein herausragender Spieler mit extrem hoher Konstanz", lobte Trainer Jochen Zürn.Foto: Archiv/Berger

Tatsächlich knüpfte seine Mannschaft nahtlos an die starken Heimauftritte gegen Pforzheim und Pfullingen an. 4:1 führten die Gäste bereits in der fünften Minute. Zwar verkürzten die Mannen von Trainer Patrick Horlacher nochmal auf 6:7 (15.), aber danach setzte sich der TSB mit einem 6:0-Lauf bereits vorentscheidend ab. "Wir waren von Anfang an präsent − beweglich in der Abwehr, mit hohem Tempo nach vorne, flüssig am Angriff − das war beeindruckend", begeisterte sich Zürn am Auftritt seiner Jungs.

Keine Mittel Die ließen ihrem Coach auch in den zweiten 30 Minuten einen entspannten Abend verleben. Die Acht-Tore-Pausenführung bauten Sascha Laurenz und der mit acht Toren überragende Alexander Schmid gleich mal auf zehn Treffer aus. Damit war auch das letzte Fünkchen Hoffnung auf Seiten der Gastgeber verglüht. Der VTV musste anerkennen, dass ihm gegen diesen Gegner schlicht die Mittel fehlten.

Dass die Horkheimer, euphorisiert vom eigenen Spiel, die eine oder andere Chance liegenließen, fiel nicht weiter ins Gewicht. Die Abwehr und der über 60 Minuten starke Linus Mathes im Tor sorgten dafür, dass sich die Offensive die eine oder andere Fahrkarte erlauben konnte. "Wir waren defensiv immer früh dran am Mann, sind gut in den Kontakt gekommen", lobte Zürn. Das spiegelte sich in der Statistik wider. Der VTV bekam im gesamten Spiel keinen einzigen Siebenmeter zugesprochen.

Da die Partie von Beginn an in die gewünschte Richtung lief, wechselte Zürn früh und viel. "Jeder Spieler sollte in seinen Rhythmus finden", lautete der Plan. Zudem war Janik Zerweck gesundheitlich leicht angeschlagen, so dass seine Intervalle auf zehn bis zwölf Minuten begrenzt wurden. "Letztlich hat jeder Spieler Akzente setzen können, ein rundum gelungener Abend", lautete Zürns Fazit.

Nichts entschieden Den einzigen Wermutstropfen gab es nach Spielende. "Wir haben die letzten Minuten des Pfullingen-Spiels im Liveticker verfolgt", berichtete Zürn. Lange sah es so aus, als ob der direkte Meisterschaftskonkurrent Punkte lassen würde, doch dazu kam es nicht (siehe Hintergrund). "Nach diesem Spieltag ist die Meisterschaft nicht entschieden − das habe ich schon vorher gesagt. Wir können letztlich nur unsere Spiele beeinflussen", nahm Zürn das Ergebnis aus Pfullingen nüchtern zur Kenntnis.

Ein Konkurrent um den zweiten Platz hat sich jedenfalls verabschiedet. Die TGS Pforzheim verlor sang- und klanglos mit 24:35 beim TV Großsachsen. Durch das vierte sieglose Spiel in Serie haben die Goldstädter nun schon vier Punkte Rückstand auf Horkheim und zudem den direkten Vergleich verloren. "Jetzt müssten sie in den verbleibenden vier Spielen drei auf uns gutmachen. Das dürfte schwer werden", sagte Zürn. Im Endspurt läuft die 3. Liga Süd auf einen Zweikampf um den Titel hinaus.

Written by son - www.stimme.de | 03.04.2017 08:33:50 | 1066x gelesen