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02.05.2017 TSB schießt Junglöwen ab und

TSB schießt Junglöwen ab und hofft auf Schützenhilfe

SG Kronau-Östringen 2 - 1. Mannschaft 23:40

In Östringen gelingt den Horkheimern ein 40:23-Gala-Auftritt,aber nicht der Sprung an die Drittliga-Spitze

Aufbauhilfe sieht anders aus. Und trotzdem − nach dem schallenden 40:23 (17:9)-Auswärtserfolg bei der SG Kronau/Östringen II lag es den Horkheimern extrem am Herzen, die Junglöwen direkt wieder aufzurichten. Aus ureigenem Interesse. Denn obwohl der TSB am Samstag einen nahezu perfekten Abend erwischte, fehlt dem Drittliga-Zweiten doch weiterhin ein Zähler zum ganz großen Glück, weil auch Meisterschaftskonkurrent SG Nußloch in Hochdorf gewonnen hat.

Damitbleiben die Nußlocher punktgleich vor Horkheim. Und stehen immer noch auf dem direkten Aufstiegsplatz. Obwohl die SG bereits erklärt hat, die Chance auf die 2. Liga nicht wahrnehmen zu wollen.

Deshalb hatte TSB-Coach Jochen Zürn für den letzten Spieltag an diesem Wochenende auch direkt beim Pressegespräch in Östringen einen Appell parat. An seinen Gegenüber, André Bechtold. Der SG-Trainer war nach dem verpatzten Heimabschluss seiner Junglöwen zwar sichtlich genickt, nickte aber entschieden, als Zürn ihn ermutigte: "Ich hoffe, dass ihr euch in Nußloch nochmal richtig zeigt. Ich werde definitiv einen Daumen in der Hosentasche drücken."

Flüssige Köstlichkeit Allein auf Fortune will sich der scheidende TSB-Kapitän Stefan Fähnle nicht verlassen. Und so ließ er am frühen Sonntagmorgen in einem Heilbronner Szenelokal im Kreise zahlreicher Mannschaftskollegen verlauten, der SG auch die eine oder andere flüssige Köstlichkeit versprochen zu haben, sollte sie Nußloch noch stürzen.

Wahrscheinlich weniger wegen Fähnles Offerte, sondern viel mehr ob der chancenlosen Vorstellung seiner Mannschaft versprach Bechtold mit Blick auf die Abschlusspartie in Nußloch: "Wir werden entsprechend gut und hart trainieren, dass so etwas nicht noch einmal passiert." Denn was er in der Östringer Stadthalle gegen dem TSB zu sehen bekam, war schlichtweg ein Klassenunterschied.

Bereits nach sieben Minuten hatte sich der ambitionierte Gast auf 6:3 abgesetzt. Bis Mitte der ersten Halbzeit konnten die Junglöwen zwar noch einigermaßen mithalten, waren beim 7:8 (16. Minute) durch Leon Bolius sogar kurz in Reichweite. Doch dann zündeten die Horkheimer endgültig den Turbo und setzten sich, angetrieben von ihrem stark lenkenden Spielmacher Andreas Blodig, bis zur Pause vorentscheidend auf 17:9 ab.

Stolz und dankbar Was in der zweiten Hälfte folgte, war Schaulaufen für ein mögliches Engagement in Liga zwei. "Als Trainer ist man stolz und dankbar, wenn die Mannschaft in der entscheidenden Phase der Saison, unter Druck, so etwas abliefert", sagte Jochen Zürn: "Es gibt so Spiele, da läuft beim Einen alles und beim Anderen nicht viel."

Einiges lief beim TSB auch wieder über Basti Heymann. Mit zehn Treffern war der Jugend-Nationalspieler einmal mehr der Topscorer bei den Horkheimern. Doch nicht nur der Einsatz im Angriff stimmte, auch in der Abwehr bot der Favorit die nötige Aggressivität, zeigte ein geschlossen starkes Spiel.

"Wir haben schon jetzt eine fantastische Saison gespielt. Wenn am Wochenende das Sahnehäubchen gelingt, wäre das natürlich phänomenal. Wir können dafür aber nur unser Zeug machen. Und sich über alles andere zu ärgern, wäre nach so einem Auftritt schade", sagte Zürn.

TSB Horkheim: Welz, Mathes − Lenz (7/4), Griesbach (3), Schmid (4), Grosser (2), Heymann (10), Laurenz (2), Zerweck (2), Fähnle, Blodig (8), Bohnenstengel (2). Beste Schützen SG: Bolius (5), Herrmann (5/2), Schwarz (6).

Siebenmeter: SG 6/3, TSB 4/4. Zeitstrafen: 2/3.

Written by dok - www.stimme.de | 02.05.2017 09:04:03 | 1658x gelesen