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TSB feiert Drittliga-Rekordsieg

TuS Dansenberg - 1. Mannschaft 21:36

Handball  Mit dem höchsten Sieg überhaupt in der laufenden Saison der 3. Liga Süd hat der TSB Horkheim ein Ausrufezeichen gesetzt.

 

Horkheims Zugang Michael Seiz. Foto: Archiv/Veigel

Beim Aufsteiger TuS Dansenberg feierte das Team von Trainer Jochen Zürn am Samstagabend einen 36:21 (16:10)-Kantersieg. "Es war beeindruckend, wie die junge Mannschaft mit der Drucksituation, in der wir nach zwei Niederlagen in Folge waren, umgegangen ist. In der zweiten Halbzeit waren wir völlig im Flow, da hat alles geklappt", sagt Zürn.

Dabei war die Ausgangsposition nicht gerade vielversprechend. Beide Spielmacher mussten verletzungsbedingt ersetzt werden, Tobias Gehrke und Florian Möck konnten nur von der Bank aus anfeuern. Die Rolle des Spielmachers übernahm Pierre Freudl, der zudem noch 60 Minuten im Innenblock verteidigte. "Das war ein sensationelles Spiel von ihm. Gerade in der ausgeglichenen Anfangsphase hat er uns mit seiner Torgefährlichkeit im Spiel gehalten", lobt Zürn seinen erfahrensten Akteur auf dem Feld.

Bis zur 19. Spielminute war die Partie beim Stand von 7:8 aus Sicht der Gastgeber völlig offen. Die Hälfte der TSB-Treffer ging zu diesem Zeitpunkt auf Freudls Konto. Ein 4:0-Lauf zum 12:7 (24.) legte letztlich den Grundstein für den zweiten Auswärtssieg der Saison. "Wir haben in der Abwehr das Spiel des Gegners gelesen, die Handlungen früh erkannt und immer mehr Bälle gewonnen. Nicht zuletzt, weil Linus Mathes herausragend gehalten hat", erklärt Zürn. Die Ballgewinne wurden in Gegenstoßtore über die schnellen Außen Marcel Lenz und Michael Seiz umgemünzt. Schon zur Pause war der TSB mit 16:10 vorne.

Die Gastgeber brechen ein

In den zweiten 30 Minuten brachen die Gastgeber völlig ein. "Wir hatten auf alles, was der Gegner versucht hat, eine Antwort. Das zieht die natürlich runter", sagt Zürn. Eine gute Viertelstunde vor Schluss sorgte Alexander Schmid beim 25:15 für die erste Zehn-Tore-Führung, die Partie war praktisch entschieden. Trotzdem ließen die Horkheimer auch in der Schlussphase nicht nach und schraubten den Vorsprung immer weiter in die Höhe. Entsprechend angefressen war TuS-Coach Marco Sliwa nach der fünften Niederlage hintereinander: "Wir bekommen in der Abwehr viel zu leichte Tore, die Rückwärtsbewegung bei Ballverlusten ist zu langsam", monierte Sliwa elementare Baustellen bei seinem Team.

Im Heimspiel an Allerheiligen (16 Uhr) gegen den TuS Fürstenfeldbruck wollen die Horkheimer an die Leistung in der Pfalz anknüpfen. Die Münchner?Vorstädter sind nach mäßigem Start mit zuletzt drei Siegen hintereinander gut in die Spur gekommen. "Da trifft unser geiler Haufen auf einen anderen geilen Haufen. Wer den Tick mehr Emotion ins Spiel kriegt, wird gewinnen", prophezeit Zürn. Ein weiterer Rekordsieg ist sicher nicht zu erwarten.

Bericht von Stephan Sonntag: http://www.stimme.de

Written by Stephan Sonntag | 02.11.2017 13:38:53 | 72x gelesen