Berlin?? Berlin!!

männl. A-Jugend - TV Bittenfeld 2 38:30

JHFH Flein Horkheim – TV Bittenfeld II  38:30

Nein, die A-Jugend-Boys der JHFH haben keinen Ausflug gemacht! Nein, die Überschrift soll auch keine Anspielung auf das politische Rumgeblödel, anders kann man´s ja bald nicht mehr nennen,   in Deutschland´s Vorzeigecity sein. Und nein, es ist auch kein Weihnachtsbesuch im KaDeWe geplant! Es geht um ganz viel einfachere Dinge, es geht um Schlüssel. Die sind nämlich wichtig: einzelne öffnen Türen und wenn man einen ganzen Bund hat kann man solange probieren bis einer passt. Versinnbildlicht man die Ausführungen des Schreiberlings und münzt sie auf den wildesten Mannschaftssport der Welt um, dann landet man bei den Begriffen „Playerbook“ und „Charakterfrage“.  Das „Buch des Spiels“ für den Angriff und die „Charakterfrage“ für die Abwehr.

Beide Dinge benötigte die Rasselbande von Dirk Förster und Malte Willms im Heimspiel gegen den TV Bittenfeld um die  Punkte einzufahren. Allerdings brauchten die Kloke und Co 30 Minuten um die  richtigen Schlüssel zu finden. Die erste Halbzeit nämlich spielten die Gäste nämlich frisch und frech auf. Bis auf 4 Tore baute das Team von Ulf Lindner den eigenen Vorsprung aus. Nach 20 Minuten stand es 10:14 für den Gast und die Unterländer Handballkombo brauchte bis zum Halbzeitpfiff um Parität herzustellen. Eine Sekunde vor der Sirene ballerte Janis Bauer das 18:18 in die Bittenfelder Maschen. „ Wir waren in der ersten Halbzeit nicht konsequent auf der Platte. Es fehlte der letzte Schritt, wir waren nicht bereit in die Tiefe zu gehen, wir haben versucht „brav“ zu verteidigen. Es fehlten einfach die letzten paar Prozent und das haben wir den Jungs gesagt. Die Reaktion war dann auch deutlich zu sehen“ so Malte Willms zu den ersten 30 Minuten. Die zweiten 30 sollten ganz anders werden denn die Rasselbande nahm sich das Halbzeitgeflüster zu Herzen. In der Abwehr gings ab 30:01 zur Sache und im Angriff glühten dem Gästetorwart die Ohren denn die einheimischen Geschosse flogen jetzt deutlich konsequenter Richtung Bittenfelder Kasten.

„Das war eine ganz andere Körpersprache. Matti Gärtner und Janis Bauer haben hinten Leben in die Bude gebracht, unsere Kister haben Bälle entschärft und im Angriff war die Geschwindigkeit fast doppelt so hoch. Das hat Spaß gemacht“ so Willms weiter. Bis zum 27:21 durch Manuel Grimm in der 44. Minute setzten sich die vom starken Dennis Kloke klug geführten Gastgeber ab. Dann musste der Mittelmann der JHFH eine Zeitstrafe absitzen und mit dieser begann für die Gäste die „Zeit am Prenzlauer Berg“. Patrick Grosser übernahm auf der Mitte und der bekam vom Trainer eine eindeutige Order: Wir spielen Berlin! So heißt nämlich der Spielzug mit dem die Unterländer Nachwuchsrecken die Bittenfelder Boys fast zur Verzweiflung brachten. Immer wieder lief Grosser den Spielzug an, immer wieder klingelte es im Kasten der Gäste. „ Dafür hab ich mal den Begriff „stupide Kontinuität“ geprägt“ schmunzelte Dirk Förster nach dem Spiel und fügte gleich an:  „Wenn ein Spielzug klappt spiele ich den so lange wie er erfolgreich ist. Und Berlin war heute so ein Schlüssel zum Erfolg.“  Seine Jungs hatten Spaß daran gefunden. Basierend auf der sehr guten 2. Hälfte, sie wurde mit 20:12 gewonnen, feierten die Kloke und Co im letzten Spiel 2017 einen am Ende souveränen 38:30 Sieg.

Für die JHFH: Tom Wurm und Max Löbich im Kasten, Dennis Kloke 5, Manuel Opitz 4, Steven Lorenz 1, Nick Talmon 5, Patrick Grosser 1, Maiximilian Herzog 2,  Manuel Grimm 8,Matti Gärtner 2, Janis Braun 1, Lucas Schmitt 1, Janis Bauer 5, Max Jeno 3

Written by DF | 13.12.2017 16:11:24 | 96x gelesen