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Ein Geburtstagsgeschenk für Michael Löbich?

TSG Haßloch - 1. Mannschaft 26:25

Man könnte ja irgendwas Nettes kaufen und bunt verpacken. Bitteschön! Aber womöglich freut sich Michael Löbich, der für die Drittliga-Mannschaft des TSB Horkheim zuständige Manager, viel mehr, wenn ihm die Mannschaft zum 60. Geburtstag einen schönen Sieg schenkt.

  

Ein Geburtstagsgeschenk für Michael Löbich?

An diesem Samstag um 19.30 Uhr beginnt für den TSB bei der TSG Haßloch die Rückrunde. Der Siebte ist zu Gast beim Achten. Beide Teams schauen in der Tabelle nach oben. Klein ist der Abstand zu den vorderen Plätzen.

Am Montag wird Michael Löbich 60. Die Geburtstagslaune wäre sicherlich besser, sollte der Horkheimer Aufwärtstrend in der 3. Liga Süd auch anno 2018 anhalten − erst recht, da am 20. Januar im ersten Heimspiel des neuen Jahres der Spitzenreiter aus Kornwestheim in die Stauwehrhalle kommen wird. Dürfte man jetzt in Haßloch den siebten Sieg in den letzten acht Punktspielen bejubeln, gäbe es einen echten Kracher gegen den SVK.

Die TSG Haßloch muss deutlich geschwächt in die Rückrunden-Auftaktpartie gehen. Im rechten Rückraum fehlt Elvijs Borodovskis (60 Hinrundentore). Er spielt mit der lettischen Nationalmannschaft ein Qualifikationsturnier für die Weltmeisterschaft 2019. Ein herber Ausfall ist zudem der von Kapitän Kevin Seelos (45 Hinrundentore), der sich im Abschlusstraining am Sprunggelenk verletzt hat. Auch Tim Schmieder ist weiterhin nicht fit. Seelos gibt sich kämpferisch: "Gerade jetzt, wo Elvijs, Tim und ich fehlen, müssen wir alle enger zusammenrücken, um gegen Horkheim zu bestehen und die Punkte einzufahren."

Jochen Zürn hat allerdings einen ganz anderen Plan. Und der Trainer des TSB Horkheim kann auf seinen Weihnachtspausen-Zugang Oliver Heß setzen. Der Rückraum-Hochkaräter, zuletzt beim Bundesligisten Ludwigshafen-Friesenheim unter Vertrag, ist inzwischen spielberechtigt. "Wir hatten allerdings Mordsprobleme, dass das klappt", erzählt TSB-Vereinsboss Herwig Jarosch. "Die Friesenheimer haben den Pass nicht freigegeben. Die haben die Sache liegen lassen, erst am 10. Januar ist der zuständige Mann wieder im Büro gewesen."

Im alten Jahr hatte sich der TSB Horkheim mit einer famosen Offensivgala von den Fans verabschiedet. Beim 41:30-Schützenfest gegen die SG Köndringen-Teningen zeigten Jochen Zürns Spieler trotz Anlaufschwierigkeiten, was in ihnen steckt. Tempo, Coolness, taktisches Geschick und Verlässlichkeit über den ganzen Kader hinweg − das machte Zürn zu recht stolz.

Und zuversichtlich. 2018 will der nach dem personellen Umbruch im vergangenen Sommer schwach in die Drittliga-Saison gestartete TSB weiter Vollgas geben und in der Tabelle Richtung absolute Spitze klettern. Clubchef Jarosch kennt die Risiken: "Da muss sich jetzt nur ein wichtiger Mann die Haxen brechen, dann kommt alles anders." Aber auch er hat mit großem Wohlgefallen gesehen, mit welchem Teamgeist und welcher Lernfreude die Horkheimer Mannschaft sich in der Vorrunde zu einer sehr leistungsfähigen Einheit entwickelt hat. "Ich bin jedenfalls guter Dinge, dass wir so weitermachen werden, wie wir 2017 aufgehört haben", sagt Herwig Jarosch.

Das wäre ganz im Sinne des Demnächst-Sechzigers Michael Löbich. Der langjährige TSB-Macher ist immer mit ganzem Herzen bei der Sache. Und so ein Vereinsherz schlägt wesentlich fröhlicher, wenn der Blick auf die Ergebnisliste und die Tabelle richtig viel Spaß macht. "Ein Sieg gegen Haßloch wäre mir lieber als jedes andere Geschenk", sagt Löbich. Große Feierlichkeiten sind nicht sein Ding. "Am Montag ist Training − da findet gar nichts statt. Am Donnerstag lade ich die Mannschaft zum Essen ein. Nach dem Training, versteht sich."

Written by Andreas Öhlschläger (www.stimme.de) | 13.01.2018 12:21:41 | 166x gelesen