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27.01.2018 Zürn rechnet mit heißem Tanz

Zürn rechnet mit heißem Tanz beim Schlusslicht

TV Hochdorf - 1. Mannschaft 23:25

Jetzt kommt das schwere Spiel. Denn jetzt steht das Spiel beim Tabellenletzten auf dem Programm. Hä? Ja, doch. Eine Woche nach der famosen Horkheimer 34:24-Gala gegen Drittliga-Spitzenreiter SV Kornwestheim muss der TSB beim TV Hochdorf ran. Der hat zwar nur zwei von 17 Saisonpartien gewonnen. Und doch wird's schwer − psychologisch gesehen.

Das Duell mit den Kornwestheimern war für die TSB-Spieler ein Motivations-Selbstläufer. Jetzt besteht die Gefahr, Hochdorf nicht ernst genug zu nehmen. Insofern war es TSB-Trainer Jochen Zürn ganz recht, dass der Tabellenletzte am vorigen Samstag beim 27:27 in Pforzheim, beim Vierten also, für ein Ausrufezeichen gesorgt hatte.

Mit sieben Tore lag der krasse Außenseiter zwischenzeitlich vorne (21:14, 40. Minute). Nur mit viel Dusel (Ausgleich in der Schluss-Sekunde) schaffte die TGS Pforzheim noch das Remis. Also sagt Jochen Zürn mit gutem Grund: "Hochdorf ist brandgefährlich, denn die wittern die letzte Chance. So ein Spiel muss man in Pforzheim erst mal hinkriegen. Da erwartet uns ein heißer Tanz."

Viele Verfolger wollen Horkheims Tabellenplatz übernehmen

Das Horkheimer Ziel: nicht stolpern, bloß nicht. Denn der fünfte Tabellenplatz in der 3. Liga Süd soll zumindest verteidigt werden. Zwei Punkte müssen an diesem Samstag (18 Uhr) also her. Die Verfolgermeute ist zahlreich. Der Tabellenzehnte TSG Haßloch liegt mit 19:15 Punkten nur ganz knapp hinter dem TSB (20:14) zurück. Ein Misserfolg in Hochdorf könnte die Horkheimer deutlich abrutschen lassen.

Dabei soll es weiter in die andere Richtung gehen. Der vom Kornwestheimer Trainer Alexander Schurr in den höchsten Tönen gelobte TSB ("eine unheimlich starke Mannschaft") hat das Potenzial für ganz große Spiele. Aber die 25:26-Niederlage zum Rückrundenstart in Haßloch hat auch gezeigt, dass es sofort schief gehen kann, wenn ein paar Dinge nicht optimal laufen.

"Da hatten wir verwachst", sagt Jochen Zürn. Sein im Duell mit Kornwestheim herausragender Linksaußen Marcel Lenz (15 Tore) formuliert es so: "Das war die andere Seite der Medaille."

Jetzt bei den "Pfalzbibern" in Hochdorf soll wieder die auf Hochglanz polierte Seite oben liegen. Es ist schließlich eine große Chance für den TSB, mit dieser Auswärtspartie und dem folgenden Heimspiel gegen Pfullingen ganz weit heranzurücken an die Tabellenspitze.

 

Written by Andreas Öhlschläger (www.stimme.de) | 27.01.2018 11:25:12 | 132x gelesen