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05.02.2018 TSB Horkheim erarbeitet sich z

TSB Horkheim erarbeitet sich zwei Punkte

1. Mannschaft - VfL Pfullingen 30:28

Beim 30:28-Heimsieg gegen den VfL Pfullingen läuft zwischenzeitlich manches schief, aber das Drittliga-Team beißt sich durch

Verdient gewonnen oder nicht? Dem Trainer war es "wurscht". TSB-Trainer Jochen Zürn nahm sie einfach mit, die beiden Punkte, die nach dem 30:28-Heimsieg gegen den VfL Pfullingen aufs Horkheimer Konto verbucht werden durften.

24:14 Punkte, voll dabei im Spitzenkampf der 3. Liga Süd, siebter Heimsieg in Folge - das ist weit mehr, als sich Zürn vor der Saison hatte vorstellen können. "Wir haben mit sechs Neuen bei Null angefangen." Aber es läuft beim TSB, auch wenn es am Samstagabend in einigen Phasen knarzte und quietschte im Horkheimer Handballgefüge.

Die Fans in der Stauwehrhalle hatten kein Musterspiel von der Taktiktafel präsentiert bekommen, sondern eine Partie, in der manches nicht passte. Sieben Minuten nach der Pause lag der TSB mit 17:20 zurück. Mit unnötigen Ballverlusten und verschenkten Offensivaktionen hatten sich Jochen Zürns Spieler selbst in die Bredouille gebracht.

Aber sie zogen sich auch selbst heraus aus dem Schlamassel.

Linus Mathes ersetzte im Tor den glücklosen Pascal Welz. Auf Rechtsaußen spielte nun Michael Seiz. Er war es, der den TSB mit ganz wichtigen Toren zurück auf Kurs brachte. Viermal hintereinander traf Seiz binnen fünf Minuten. Aus dem 17:20 wurde ein 21:20. "Sehr gut" habe sein Team in dieser Phase auf den Rückstand reagiert, freute sich der Trainer. Aber Jochen Zürn sollte bis zum Ende der Partie noch etliche Gelegenheiten bekommen, die Aktionen auf dem Feld mit Kopfschütteln zu kommentieren.

Es holperte. Zürn sagte hinterher: "Wenn wir aus unserem System ausbrechen, entscheiden wir schlecht und verlieren wir Bälle. Unser Angriffsspiel war zu fahrig, zu fahrlässig."

Doch die Mannschaft biss sich durch. Der VfL Pfullingen schaffte es nicht mehr, nochmal in Führung zu gehen. Immer wieder gab es zwar Gleichstände. Die Vorentscheidung fiel aber, als Janik Zerweck in Unterzahl das 28:26 erzielte (57. Minute). Es war ein Ritt auf der Rasierklinge, der für den TSB auch deshalb nicht schmerzhaft endete, weil Linus Mathes mehrfach mit starken Paraden sicher scheinende Pfullinger Tore verhindert hatte.

Mit seinem siebten Tor in der zweiten Halbzeit, einem Siebenmeter, der so sicher verwandelt wurde wie die drei Strafwürfe zuvor, sorgte Michael Seiz mit Spielschluss fürs 30:28. Solche Spieler in der Hinterhand zu haben, ist für Trainer Zürn natürlich ein Vorteil. Wobei: "Eigentlich haben wir keine Hinterhand. Alle helfen. Diese Stärke in der Breite macht unseren Erfolg ein Stück weit aus."

Recht hat er.

Der Pfullinger Kollege Till Fernow hatte an der Leistung seiner Mannschaft nichts auszusetzen. Er haderte mit dem Ergebnis. "So nah dran" sei man an einem Auswärtscoup gewesen. "Es waren die Kleinigkeiten." Und ein Spezialfaktor: "Der Torwartwechsel beim Gegner hat sich bezahlt gemacht."

Gut, dass Linus Mathes seinen auslaufenden Vertrag gerade verlängert hat. Gut auch, dass Oliver Heß am Samstag mit fünf Toren viel zum Sieg beigesteuert hat. Dass jetzt der Knoten geplatzt sei beim Winterpausen-Zugang, wollte Jochen Zürn aber so nicht stehen lassen. Überhaupt nicht. "Es ist erstaunlich, dass Spieler auf Tore reduziert werden. Der Oli hat sehr, sehr viel für die Mannschaft getan."

Überhaupt: "Die Jungs sind keinen Maschinen." Auch wahr. Deshalb steht vor dem nächsten Auswärtsspiel in Oppenweiler erstmal eine krachende Faschingsparty an.


 

Written by Andreas Öhlschläger (stimme.de) | 05.02.2018 08:29:08 | 182x gelesen