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16.04.2018 Lenz glänzt,der TSB beeindruc

Lenz glänzt,der TSB beeindruckt

1. Mannschaft - SG Nußloch 31:22

Es wird in der Horkheimer Stauwehrhalle nicht mehr oft solche Torfestivals von Marcel Lenz geben. Zumindest nicht mit dem Linksaußen im Trikot des TSB. Genau genommen: Es gibt nur noch eine Heimspiel-Chance. Dann ist die Saison in der 3. Liga Süd vorbei. Dann ist Lenz weg.

15 Tore gelangen ihm beim Horkheimer 31:22-Sieg gegen die SG Nußloch. Alle acht Siebenmeter verwandelte er bombensicher. Marcel Lenz ist der Top-Torjäger des TSB. Aber er wird zum Drittliga-Rivalen HC Oppenweiler/Backnang wechseln. Lenz will weg.
Das passt den Verantwortlichen beim TSB nicht. Aber in der Materialgarage der Stauwehrhalle werden sie den Linksaußen auch nicht festbinden. Die Clubs verhandeln. Letzte Modalitäten des Transfers müssen noch geklärt werden.

Demütigung 
Weil Lenz im Duell des Vizemeisters TSB mit dem Meister SG Nußloch zehn der 16 Horkheimer Treffer bis zur Halbzeitpause erzielt hatte und Jochen Zürns Mannschaft in der Defensive sehr gut stand, war beim 16:9 nach 30 Minuten schon viel geklärt. Bis zum 16:5 war es eine Demütigung für die Nußlocher gewesen. „Unsere erste Halbzeit war nahezu eine Katastrophe“, schimpfte SG-Trainer Christian Job. „Wahnsinnig enttäuscht“ war er davon.

Wie auch der TSB hat die SG Nußloch eine Zweitliga-Lizenz beantragt. Doch zuletzt gab es zwei bittere Pleiten. Das Thema Aufstieg hat sich erledigt. Wohl auch für die Horkheimer. Sportlich dürfen sie noch hoffen. Doch wirtschaftlich fehlt offenbar die Basis.

Als Drittliga-Tabellenführer SV Kornwestheim Anfang März begründete, warum man keine Zweitliga-Lizenz beantragt hatte, hieß es von SVK-Präsident Gerhard Bahmann: Der Etat hätte im Aufstiegsfall mindestens verdoppelt, eher verdreifacht werden müssen – realistisch sei das nicht.
Die Fans des TSB können in dieser Saison aber auch ohne große Zukunftsvision viel Spaß mit ihrem Team haben. Trotz des personellen Umbruchs im vergangenen Sommer läuft es prächtig. Der dritte Tabellenplatz mit 34:20 Punkten ist ebenso bemerkenswert wie der hohe Sieg gegen den Meister aus Nußloch. „Wir hätten es noch deutlicher machen können“, sagte TSB-Trainer Jochen Zürn nach dem 31:22. Stimmt. Zwischendrin holperte es aber ein bisschen.

Lobende Worte 
Kleiner als fünf Tore wurde der Abstand allerdings nicht. Die Horkheimer behielten stets die Kontrolle. „Der TSB ist meines Erachtens mit Kornwestheim die stärkste Mannschaft in der Liga“, sagte Nußlochs Trainer Job.
Sein Kollege Zürn freute sich nicht allein übers Ergebnis, sondern auch über die „tolle volle Halle“. Sein Fazit: „Das hat Spaß gemacht.“
Ein kleines bisschen Freude empfand nach der Partie auch Christian Job: sein Team hatte nach der Pause trotz Verletzungsproblemen gekämpft, „da ging es um die Charakterfrage“. Was den SG-Trainer bei der Pressekonferenz zudem erfreute: „Das Weizenbier ist gut.“
Jochen Zürn schwärmte lieber von seinen Spielern. „Unfassbar“ sei es gewesen, mit welcher Erfolgsquote Marcel Lenz seinen Torjäger-Job erfüllt habe. „Da liefert er einfach eiskalt ab.“
Nur bald nicht mehr für den TSB.


 

Written by Andreas Öhlschläger (www.stimme.de) | 16.04.2018 11:27:35 | 248x gelesen