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21.04.2018 TSB: Heißer Tanz beim wiederb

TSB: Heißer Tanz beim wiederbelebten TV Neuhausen

TV 1893 Neuhausen - 1. Mannschaft 26:35

Es ist ein Duell unten gegen oben. Der Drittletzte der 3. Liga Süd empfängt den Dritten. Der TV 1893 Neuhausen, immerhin Ex-Erstligist (zuletzt 2012/13), braucht einen Sieg, um nicht in die Viertklassigkeit abzusteigen. Der TSB Horkheim braucht die beiden Punkte, um weiter von der Meisterschaft träumen zu dürfen. Am Samstagabend (20 Uhr) geht es in der Hofbühlhalle des Metzinger Stadtteils los.

Noch darf beim TV Neuhausen darauf gehofft werden, dass die Mannschaft wegkommt vom direkten Abstiegsplatz. Zuletzt gab es zwei Siege hintereinander. Erst mit 31:26 gegen den Tabellenletzten SG Köndringen-Teningen, dann mit 29:25 bei der HG Oftersheim/Schwetzingen.
„Das wird ein heißer Tanz, eine brutale Herausforderung“, sagt der Horkheimer Trainer Jochen Zürn. Der TVN kämpft ums sportliche Überleben, da wird der TSB nicht allein auf seine spielerischen Qualitäten setzen können. Beim 31:22-Heimsieg gegen den Meister SG Nußloch konnten die Horkheimer mit einem 16:5-Galastart beeindrucken. „Jetzt zeigt sich, ob wir wirklich eine Spitzenmannschaft sind“, sagt Trainer Zürn. „Entscheidend ist, dass wir den Schritt vom Topspiel zum Duell mit einem vermeintlich Kleinen hinbekommen.“

Torjäger Laurenco Der TV Neuhausen geht dank der letzten Ergebnisse mit Rückenwind in die Partie. Aber die Spieler stehen mental auch unter großem Druck. Sie müssen gewinnen. Weil der TVN den direkten Vergleich gegen den einen Tabellenrang und einen Punkt besser platzierten TuS Dansenberg verloren hat, sind Siege noch dringlicher.
Bester Torschütze ist Mario Laurenco. Mit 151 Saisontoren ist er die Nummer acht im Klassement der Liga-Goalgetter. 61 von 75 Siebenmeterwürfen hat er verwandelt.
Die sagenhafte Erfolgsquote des Horkheimer Strafwurf-Königs Marcel Lenz erreicht Laurenco allerdings nicht. Der TSB-Linksaußen durfte bei 58 von 64 Versuchen jubeln. Lenz kommt auf 141 Saisontore. Gegen Nußloch traf er 15 Mal.
Für den Horkheimer Trainer Jochen Zürn kommt der Tag des Abschieds immer näher. Am Ende der Saison hört er auf. Nur noch drei Ligaspiele sind es.

Erneut Vizemeister? Noch ist der Sprung auf Platz eins der 3. Liga Süd möglich – wenn auch nicht sonderlich wahrscheinlich, da Spitzenreiter SV Kornwestheim (37:17) zuletzt starke Ergebnisse eingefahren hat. Absolut realistisch wäre für den TSB (34:20) aber die Perspektive, den Vizemeister-Rang des Vorjahres zu verteidigen, sollten beim TV 1893 Neuhausen zwei Punkte mitgenommen werden, denn dann folgt am 28. April der Heimknüller gegen den Tabellenzweiten Rhein-Neckar Löwen II.

Zwei Punkte liegt der TSB Horkheim zurück. Jochen Zürn sieht sich voll im Plan für einen richtig guten Abschied. „Es war mein Ziel, dem TSB und den Jungs noch ’ne geile Saison zu schenken.“ Trotz des gravierenden personellen Umbruchs im vergangenen Sommer sind die Horkheimer nach ihrem schwachen Start prima ins Laufen gekommen. „Ich sehe da eine echte Reife bei der Mannschaft, obwohl wir junge Leute wie Felix Kazmeier haben“, sagt der Trainer. „Er hat sich zum absoluten Verantwortungsträger entwickelt.“ Mit 110 Saisontoren (kein Siebenmeter) ist Kazmeier die Nummer 20 unter den Liga-Toptorschützen.

Written by Andreas Öhlschläger (www.stimme.de) | 21.04.2018 09:09:58 | 159x gelesen