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23.04.2018 Kein Aufstieg, aber der TSB Ho

Kein Aufstieg, aber der TSB Horkheim ist in Aufstiegsform

TV 1893 Neuhausen - 1. Mannschaft 26:35

Man muss Erfolge genießen können, das macht sie noch wertvoller. Also hat sich TSB-Trainer Jochen Zürn am Sonntag auf der heimischen Terrasse in die Sonne gesetzt. Seine Jungs durften feiern, wie sie wollten. „Das gehört dazu und tut gut“, sagte Zürn im Hinblick auf die eine oder andere Bierflasche, die nach dem souveränen Horkheimer 35:26-Sieg am Samstagabend beim TV 1893 Neuhausen geleert wurde.

Es läuft richtig gut beim TSB, dem Dritten der Drittliga-Tabelle. Diesmal waren es im Duell mit dem Drittletzten neun Tore Vorsprung, eine Woche zuvor wurde der Meister SG Nußloch ebenfalls mit neun Toren Differenz besiegt (31:22), außerdem waren es fünf Treffer Vorsprung in Pforzheim (34:29) und sechs gegen Dansenberg (33:27). Zusammen mit dem 29:27 gegen den TSV Neuhausen/Filder sind es nun fünf Siege in Folge, die der TSB eingefahren hat. 10:0 Punkte. Und doch sieht es sehr danach aus, als sei der Meistertitel unerreichbar. Nur noch zwei Spieltage sind es in der 3. Liga Süd. Spitzenreiter SV Kornwestheim (39:17 Punkte) hat auch weiterhin drei Zähler Vorsprung. Am Samstag verhinderte der SVK vier Sekunden vor Schluss mit dem Siegtor zum 24:23 gegen Fürstenfeldbruck einen Punktverlust.

Für den TSB Horkheim geht es wohl um die Vizemeisterschaft. Am Samstag kommt es in der Stauwehrhalle zum Topspiel gegen die zweite Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen. Es ist das Duell Dritter (36:20 Punkte) gegen Zweiter (38:18). Gestern gewannen die Löwen in Nußloch mit 33:30.
Jochen Zürn würde sich sehr freuen, wenn sich seine Spieler erneut einen bierseligen Abend gönnen könnten. Er ist hoch zufrieden mit der Mannschaft, in allen Belangen. Die Ergebnisse sind prächtig. Die Einstellung ist es auch. „Die kriegen den Montag frei, kommen dann am Dienstag wieder ins Training, brennen, sind aufmerksam, lassen sich schinden und quälen“, sagte der Trainer, als er nach dem 35:26 ganz entspannt in der Hofbühlhalle von Neuhausen stand und den Moment genoss.

Zürns Abschiedstour nähert sich dem Ende. Noch zwei Spiele, dann ist er nicht mehr Trainer. Fürs Geschichtsbuch wäre es natürlich ein perfekter Schluss gewesen, hätte er den TSB Horkheim zum Aufstieg in die 2. Liga gecoacht. Doch diese Option gibt es nicht mehr. Die Bosse im Verein sahen finanziell keine realistische Perspektive für ein sportlich mögliches Aufstiegsabenteuer.

Zürn sagt selbst: „Mit dem Kader, den wir haben, hätten wir in der 2. Liga keine Chance.“ Toptorschütze Marcel Lenz wird den TSB zudem verlassen. Aber im Spiel beim jetzt wohl in die vierte Liga abrutschenden Ex-Bundesligisten TV Neuhausen zeigten sich keinerlei Horkheimer Motivationslöcher oder Auflösungserscheinungen. Im Gegenteil.
Wir haben auf dem Platz eine ganz klare Antwort gegeben, ob wir uns verarscht vorkommen, weil es keine Aufstiegschance gibt“, sagte Jochen Zürn. „Man muss schon auch sehen, dass wir jetzt am Ende der Saison um Ziele spielen, die man so nicht im Plan haben konnte.“
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Written by Bericht von Andreas Öhlschläger (stimme.de) | 23.04.2018 12:54:12 | 239x gelesen