Die Ergebnisse stimmen so langsam beim TSB, auch wenn weiterhin auf ein Spiel gewartet werden muss, in dem an beiden Enden des Feldes vollends überzeugt werden kann. Zum zweiten Heimspiel in Serie kam der Aufsteiger vom Heuchelberg zu Besuch, welcher mit 7:5 Punkten mehr als passabel in die Runde gestartet war und den Gegnern in der höchsten Liga des Bezirks erwartungsgemäß bestens Paroli bieten kann. Die SG Heuchelberg ist bekannt für eine robuste Abwehr und einfache Rückraumtreffer des Ex-Horkheimers David Gross, welcher zwar verletzt ausfiel, dennoch optimistisch auftrat „euch packen wir auch so.“ So kann man sich täuschen!
Im Gegensatz zur Vorwoche hatte die Horkheimer Defensive diesmal von Minute eins an Zugriff in der Abwehr und ließ den Gästen vom Heuchelberg keine Luft zum Atmen. 5:1 nach sieben Zeigerumdrehungen und 14:6 in der 24. Minute – das Spiel schien entschieden zu sein. Vorne traf vor allem Patrick Land nach Belieben aus dem rechten Rückraum, die Abwehr war weiterhin sattelfest und dann war da ja noch Max Löbich im Tor. Der junge Horkheimer Keeper vernagelte sein Tor und eigentlich sogar den kompletten Kreis, sodass man fast den Eindruck hatte, die Gäste fürchten sich vor dem Torwurf, wenn ihnen die Horkheimer Nr. 55 wild entgegenspringt. In den verbleibenden Minuten vor der Pause scheiterte der TSB vermehrt am Gäste-Ersatzkeeper Carpouzis, sodass der Gast immerhin auf 14:9 rankommen konnte.
Nach dem Seitenwechsel vergrößerte der TSB den Vorsprung schnell auf sieben Treffer und dieser Abstand pendelte sich für die nächsten Minuten auch ein, bevor der Horkheimer Angriffsmotor ab der vierzigsten Minute wieder gehörig ins Stottern geriet. Aus 20:13 wurde 20:16, der komfortable Sieben-Tore-Vorsprung verwandelte sich in ein kleines Vier-Tore-Polster und hätte Mario Schultz in dieser Phase keinen Siebenmeter pariert, wäre es vielleicht nochmal spannend geworden. Aber wie heißt es so schön: „Wäre, wäre, Fahrradkette.“ In den folgenden Minuten erzielten Grosser und Wüstholz jeweils einen Doppelpack, stellten auf 25:18 und entschieden das Spiel. Weder die Auszeit von Gästetrainer Kurrle noch die Treffer des in der zweiten Halbzeit torgefährlichsten Heuchelberger Spielers Leon Willy konnten dem Heimsieg noch verhindern, sodass das souveräne Schirigespann Nirmaier/Stockert beim 28:21 die Spieler ans Bier bzw. unter die Dusche schickte.
Was nehmen wir außer zwei Punkten mit aus diesem Spiel? Letztlich wurde doch souverän gewonnen, die Abwehr war phasenweise spektakulär gut, vorne war es aber ein deutlicher Rückschritt gegenüber dem Torrausch aus der Vorwoche. Aber egal, Sieg ist Sieg und die OisBe ist nach einigen Wochen Abstinenz wieder zurück auf Tabellenplatz 2. Kommenden Sonntag wartet ein wahres Trap Game auf die Horkheimer, gastiert man doch bei der Sportunion aus Neckarsulm, welche momentan mit der roten Laterne um die Häuser zieht. Aber Achtung, Stolpergefahr! Vor drei Wochen spielte man schonmal gegen den Tabellenletzten, damals Bad Wimpfen, Endergebnis war eine peinliche Heimklatsche.
Schultz(TW), Löbich(TW), Wüstholz(7/3), Neutz, P.Lang(😎, J.Lang, Winter(2), Hamberger(3), Grosser(3), Ohr, Matusik(2), Braun(1), Thiele(2)