Kein schädlicher Weihnachtsspeck auf den Rippen. Die ersten Eindrücke haben dem Trainer gefallen. „Die Jungs haben individuell gut gearbeitet“, sagt Michael Schweikardt. Viele Mannschafts-Trainingseinheiten waren es nicht bis zum Spiel des TSB Horkheim an diesem Samstag (19 Uhr) beim Drittliga-Neunten Friesenheim-Hochdorf II.

Erst am vergangenen Montag sind die Horkheimer Handballmänner nach der Pause über Weihnachten und Neujahr wieder zusammengekommen. Aber Schweikardt sieht in der kurzen Vorbereitung keinen Nachteil. „Ich habe da eher eine andere Philosophie“, sagt der Trainer. Er setzt auf Intensität statt auf Dauer. „Eine Woche Vorbereitung sollte dann ausreichen.“ Schweikardt hat zudem gesehen, dass sein Team am Ende des Handballjahres 2021 mental ziemlich ausgelutscht wirkte. „Da hat es jetzt Zeit gebraucht, um die Köpfe wieder frei zu bekommen, um an andere Dinge zu denken.“

Die Spieler haben sich nach der Pause fit zurück gemeldet

Die Zeit war auch ein Faktor bei den Coronakranken, die es im Horkheimer Team gab. Sie haben sich fit zurückgemeldet. „Da ist nichts geblieben, was kritisch wäre“, berichtet der Trainer.

Um die sportliche Lage des TSB in der Staffel F der 3. Liga nicht kritisch werden zu lassen, wäre ein Auftaktsieg im Jahr 2022 genau das richtige. Die Horkheimer Mannschaft steht mit 12:14 Punkten auf Platz sechs im Zwölferfeld, also gerade noch im grünen Bereich oberhalb der Zone, in der die Abstiegsrunde droht. Friesenheim-Hochdorf II ist mit 9:19 Zählern Neunter, könnte sich mit einem Sieg bis auf einen Pluspunkt an den TSB Horkheim heranpirschen.

Soweit soll es nicht kommen. „Es ist unser klares Ziel, bis zum Ende der Runde über dem Strich zu bleiben“, sagt Michael Schweikardt.

Das 31:17 aus der Hinrunde ist kein Maßstab für das Rückspiel

In der Hinrunde gab es einen glasklaren Horkheimer Heimerfolg, ein souveränes 31:17. Doch daran orientiert sich Schweikardt nicht. „Das wird jetzt etwas komplett Neues. Damals war bei denen ein anderer Trainer zuständig und wir hatten ein richtig gutes Selbstvertrauen.“ Außerdem „ist es halt eine zweite Mannschaft, da ist die Personallage immer ein bisschen ungewiss. Grundsätzlich haben die talentierte Leute, aber die sind teilweise ein wenig unerfahren.“

Im Oktober 2021 musste Björn Friedrich als Trainer bei der HSG Friesenheim-Hochdorf II gehen. Sein Nachfolger Matthias Polifka ist ein alter Bekannter. Er war zuvor schon Trainer beim TV Hochdorf gewesen – und er trug einst als Spieler auch das Trikot des TSB Horkheim.

Polifka schaut mit Respekt auf die heutige TSB-Mannschaft. „Wir müssen uns im Vergleich zum Hinspiel natürlich steigern, wenn wir am Samstag gewinnen wollen. Es gilt vor allem, das gefährliche Tempospiel der Heilbronner in den Griff zu bekommen.“

Die Mentalität könnte in diesem Duell eine wichtige Rolle spielen

Aber der Trainer des Tabellen-Neunten weiß auch, dass es eine gute Siegchance gibt. Man treffe „auf eine junge und sehr spielstarke Mannschaft, die nach einem sehr guten Saisonstart mit 10:2 Punkten etwas nachgelassen hat und seitdem nur noch ein Spiel gewinnen konnte“. Die Mentalität, die beide Teams aufs Spielfeld bringen werden, könnte eine große Rolle spielen.

Wer hat den stärkeren Glauben? Wer hat mehr Biss? Wer steckt Schwächephasen besser weg?

Der Horkheimer Trainer will auf alle Eventualitäten des Spiels vorbereitet sein – in sportlicher Hinsicht. Nicht gänzlich im Griff kann Michael Schweikardt aber die Risiken der Coronavirus-Pandemie haben. Man tue, was man könne, um mögliche Infektionen schnell zu entdecken und die Mannschaft zu schützen. „Wir testen jedes Mal, bevor wir uns treffen. Noch intensiver geht es kaum.“