HSG gegen TSB – Heilbronner Stadtderby, in den letzten Jahren normalerweise eine Erfolgsstory für die Jungs vom Stauwehr, diesmal aber eher eine Gruselgeschichte.

Nach einer coronabedingt verlängerten Winterpause kamen die Horkheimer extrem schlecht aus den Startlöchern, die verletzungsbedingten Ausfälle von Kevin Hamberger und Fabian Winter sowie das spontane Harzverbot in der Frankenbacher Leintalhalle taten ihr übriges.

Beim 4:3 in der neunten Spielminute waren die Gäste letztmals in Schlagdistanz, danach entwickelte sich ein einseitiges Handballspiel, bis zur Pause konnten die Gastgeber ihre Führung auf 15:7 aufbauen.

Großer Rückstand, doch die Hoffnung war noch da, das Spiel zu drehen, selbst ohne Harz war es den Stauwehrboys in der Vergangenheit immer wieder gelungen, hohe Rückstände zu drehen. Aber nicht dieses Wochenende. Die Hausherren machten auch nach der Pause dort weiter, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatten und spätestens beim 20:9 in der 37. Minute war das Spiel entschieden, beim 32:18 beendeten die beiden Schiedsrichter dann die Horrorshow. Alles in allem eine erbärmliche Vorstellung des TSB Horkheim. Glückwunsch an die HSG Heilbronn zu einem auch in der Höhe verdienten Sieg durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, aus der Serkan Vurmaz von Halb Rechts sowie der bärenstarke Torhüter Leo Benz herausragten.

Was nimmt man aus diesem Spiel mit? Am Besten garnichts! Positiver Aspekt: Nächste Woche gibt’s die direkte Chance zur Wiedergutmachung und auch wenn es nur schwer zu glauben ist, die 1b steht weiterhin auf Platz zwei. Auf Platz zwei von hinten steht der nächste Gegner, die Germania aus Obrigheim. Doch ohne eine klare Leistungssteigerung wird man dieses Spiel gegen die unangenehmen Badener nicht gewinnen können. Gegen die Kernkraftstädter tut man sich traditionell schwer, auch wenn das Hinspiel nach großer Aufholjagd gewonnen werden konnte. Anpfiff in der Stauwehrhalle ist am kommenden Sonntag um 15 Uhr.

Apropos Flasche leer, an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an das überaus freundliche Schiedsgericht der HSG Heilbronn, das sich in der Halbzeit weigerte den Horkheimer Gästen noch eine Kiste Wasser zur Verfügung zu stellen, sodass diese von einem ´Zuschauer an der Theke gekauft werden musste. Bei aller Rivalität, mit Fairplay hat das leider garnichts zu tun!