Zwei neue Coronafälle im Team, aber kein Fehlstart ins Punktspieljahr 2022 – beim Drittligisten TSB Horkheim ist nicht alles gut, doch mit dem Verlauf des Samstagabends war Trainer Michael Schweikardt „mehr als zufrieden“. Zum einen, weil trotz der Virus-Ausfälle von Torwart Sven Grathwohl und Kreisläufer Rico Reichert ein 25:22 (11:10)-Sieg beim Staffelrivalen Friesenheim-Hochdorf II gelang, zum anderen, „weil alle Mannschaften hinter uns verloren haben“.

Mit 14:14 Punkten sind die TSB-Handballer nun Fünfter im Zwölferfeld. Der Vorsprung auf die Abstiegsrundenzone von Platz sieben abwärts wurde vergrößert.

Ausgeglichene erste Halbzeit

Nur 22 Gegentore, da war es keine Überraschung, wofür es Komplimente gab. „Unsere Abwehrarbeit war auf einem richtig guten Niveau – im Gegensatz zu den Spielen im Dezember“, freute sich Trainer Schweikardt. „Und wir hatten eine gute Torwartleistung von Yannick Hölzl.“

Anfangs war es eine Partie auf Augenhöhe, der TSB glich immer wieder aus, doch nach Nick Fröhlichs Tor zum 6:6 (15. Minute) kassierten die Horkheimer drei Gegentreffer in Folge. Beim 6:9-Rückstand nahm Michael Schweikardt eine Auszeit (20.). Als Daniel Grosser in der 28. Minute zum 10:10 traf, war der TSB wieder auf Kurs. Zur Pause führte Schweikardts Team sogar erstmals. Fröhlich hatte ganz zum Schluss der ersten Halbzeit fürs Horkheimer 11:10 gesorgt. „Das war psychologisch wichtig, dass wir es da noch gedreht haben“, sagte der Trainer.

Entscheidung durch einen 7:1-Lauf

Nach der Pause zog der TSB um drei Tore davon (14:11, 37.), doch eine Viertelstunde vor Schluss lagen die Gäste gegen Friesenheim-Hochdorf II mit 16:17 hinten. Ein Knacks? Keineswegs.

Die Entscheidung in dieser Partie gelang den Horkheimern genau jetzt dank einer starken 7:1-Tore-Phase. Auf 23:18 erhöhte der TSB, mit Nick Fröhlichs Tor in der 56. Minute konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Er war am Ende mit neun Toren der Top-Werfer.

Zwar gelangen den Gastgebern im Finale des Spiels drei Treffer in Folge zum 22:24, aber Hendrik Bohnenstengel setzte mit dem 25. Horkheimer Tor den Schlusspunkt. Trainer Schweikardt monierte im Angriff „Dinge, die zu überhastet waren. Da müssen wir unsere Erfolgsquote noch steigern.“ Aber die Zufriedenheit überwog klar. Und die Corona-Infizierten sind nicht schwer krank, im Gegenteil. Sie seien „ohne Symptome“, berichtete Schweikardt. „Es hat sich gezeigt, dass unser Testsystem sehr gut funktioniert, da konnten wir sie gleich rausnehmen.“

TSB Horkheim: Hölzl – Mönch (3), Grosser (2), Fröhlich (9), Noah Matusik, Kuhnle (1), Heß, Foege, Niklas Matusik (5), Bohnenstengel (4/2), Uhl, Starz (1), Levak. Bester Werfer Friesenheim-Hochdorf II: Eisel (8/3). Zeitstrafen: 4/2 . Siebenmeter: HSG 4/3 – TSB 2/2. Zuschauer: 100.

 

Quelle: https://www.stimme.de/sport/handball/tsb-horkheim-trotzt-corona-und-startet-erfolgreich-ins-neue-jahr-art-4583665