Zehn Minuten nach Spiel-ende hallte ein Jubelschrei aus der Horkheimer Mannschaftskabine. Hatte Michael Schweikardt seinen Jungs etwa mitgeteilt, dass er weiterhin Trainer des TSB bleibt? Definitiv nein, wie der 38-Jährige wenig später bestätigte. „Ich werde künftig hauptamtlich beim TVB Stuttgart arbeiten und daher meinen Vertrag beim TSB nicht verlängern.“ Die Entscheidung sei in den vergangenen Tagen gefallen. Es ist eine Entscheidung für etwas mehr Planbarkeit, festere Arbeitszeiten, mehr Zeit für die Familie. „Der Trainerjob in der 3. Liga ist sehr intensiv“, gab Schweikardt zu. Das trifft auf sein Engagement beim TSB umso mehr zu, das stark durch die Corona-Pandemie beeinträchtigt wurde. Umso bemerkenswerter ist die Entwicklung des jungen Teams unter dem Trainer-Novizen. „Ich freue mich über mein gutes Verhältnis zum Team, aber ich werde mich nicht selbst loben“, sagte Schweikardt.

Im Schweikardtschen Familienbetrieb TVB Stuttgart wird er nach eigener Aussage „näher ans Profiteam“ in der Bundesliga heranrücken, das Scouting hat er bereits verantwortet. Irgendwann will er auch wieder auf die Trainerbank zurückkehren. Beim TVB sei das aber nicht geplant.

Einen Nachfolger für Schweikardt will der TSB zeitnah präsentieren. Mehr war am Samstagabend zunächst nicht zu erfahren. Der Jubelschrei aus der Kabine erfolgte auch nicht, weil der Trainer seinen Abgang verkündet hatte. „Die Jungs haben ihr Jubelfoto aufgenommen“, klärte Schweikardt auf.

Quelle: Heilbronner Stimme