Bei der SG Pforzheim/Eutingen wird der vierte Sieg nach der Drittliga-Winterpause angepeilt − Zerweck-Comeback rückt näher.

Für den Schlussspurt in der Drittliga-Punkterunde hat der TSB Horkheim einen Joker in der Hinterhand, einen Mann, der noch keine Sekunde in dieser Saison gespielt hat, aber enorm motiviert ist. „Janik Zerweck rückt immer näher an sein Comeback heran“, sagt TSB-Trainer Michael Schweikardt.

Mitte Mai 2021, vor neun Monaten also, hatte sich der Rückraumschütze im letzten Spiel der für den TSB gar nicht gut verlaufenen Aufstiegsrunde zur 2. Liga einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen. Bald dürfte der Moment kommen, um Zerweck ganz langsam wieder ins Wettkampfgeschehen zurückzubringen. Ein paar Minuten hier, ein paar da. Erstmal nur reinschnuppern.

Wiedergutmachung für die Horkheimer 27:31-Hinspielpleite

Aber noch nicht jetzt, an diesem Samstag (20 Uhr) in Pforzheim. Trainer Schweikardt ist zwar beeindruckt von der mentalen Sicherheit seines Rückkehrers. „Er macht absolut nicht den Eindruck, als blockiere ihn da irgendein Gedanke im Hinterkopf. Er geht völlig frei in die Aktionen hinein.“ Doch das Samstagabendspiel bei der SG Pforzheim/Eutingen kommt für Janik Zerweck noch zu früh. Auf der Bank ist er schon seit vielen Wochen dabei, als erfahrener Berater während der Spiele. Um Wiedergutmachung für die Horkheimer 27:31-Hinspielpleite zu betreiben, sind in der Pforzheimer Bertha-Benz-Halle andere TSB-Akteure gefragt. Es ist das Duell Vierter (24:10 Punkte) gegen Fünfter (18:14). Die SG Pforzheim/Eutingen war zuletzt personell gebeutelt, auch von der Corona-Pandemie.

Der TSB Horkheim steht gut da auf seinem angestrebten Weg, bis zum Schluss der Doppelrunde in den Top sechs der Tabelle zu bleiben und so die Abstiegsrunde zu vermeiden. „Aber von Entspannung kann noch keine Rede sein“, sagt Michael Schweikardt, „ich denke, vier Punkte müssen wir noch holen, um wirklich sicher zu sein.“ Seine Devise lautet: „demütig rangehen“, aber auch selbstbewusst.

Mannschaft ist in einem richtig guten Zustand

Die Horkheimer haben zuletzt drei Partien in Folge gewonnen, sind im Jahr 2022 noch unbesiegt. „Die Mannschaft ist in einem richtig guten Zustand“, sagt der Trainer. Aber die schwache zweite Halbzeit im Hinrundenspiel gegen die SG Pforzheim/Eutingen dient als Warnung. Beim Videostudium wurden die Schwächen am Donnerstagabend nochmal besprochen. „Im Angriff haben wir da viele Dinge nicht auf den Punkt gebracht. Und in der Abwehr müssen wir agiler auftreten als damals im Oktober.“

Zu dieser Zeit begann beim TSB eine Misserfolgsserie von 0:10 Punkten. Sie steckt bei Michael Schweikardt noch im Hinterkopf. Deshalb ist er trotz des Vier-Punkte-Vorsprungs auf Platz sieben überaus vorsichtig, wenn es ums sichere Drinbleiben in der 3. Liga geht. „Wir haben gesehen, dass es schlecht laufen kann.“

Ein Horkheimer Vorteil: Die Verfolger aus Zweibrücken (14:20 Punkte) und Haßloch (13:23) haben schon ein Spiel beziehungsweise sogar zwei Partien mehr absolviert als der TSB. „Die haben nicht mehr ganz so viel Aufholpotenzial.“

Quelle: https://www.stimme.de/sport/handball/tsb-horkheim/tsb-horkheim-will-im-jahr-2022-ungeschlagen-bleiben-art-4596836