Der Ex-Nationalspieler Dragos Oprea wird im Sommer Nachfolger von Michael Schweikardt. Der Mann, den alle nur Dodo nennen, verlässt dann den Oberligisten TSB Schwäbisch Gmünd.

Es gibt drei Aspekte, die dem Trainer Dragos Oprea besonders wichtig sind: „Herz, Wille und Leidenschaft. Das werde ich vorleben, das wünsche ich mir von meinen Spielern.“ Zur kommenden Saison wird Oprea den Drittligisten TSB Horkheim übernehmen, seinen Jugendverein als Handballer.

Seit der Saison 2020/21 ist er Trainer beim TSB Schwäbisch Gmünd in der Oberliga. Jetzt geht es für den 39-Jährigen im zweiten Job im Aktivenbereich eine Stufe weiter nach oben. „Wir waren uns relativ schnell einig, dass es wieder ein junger Trainer sein soll“, sagt TSB-Manager Michael Löbich, der sich zusammen mit Marco Starz um die Suche nach einem neuen Mann gekümmert hat. Löbich fügt hinzu: „Michael Schweikardt war für Horkheim zuletzt ja auch genau die richtige Wahl.“

Einer mit Stallgeruch übernimmt

Dragos Oprea bei der Vertragsunterschrift.

Der frühere Bundesligaspieler Schweikardt hört am Ende der Saison auf eigenen Wunsch auf, um sich ganz seinem Job beim TVB Stuttgart widmen zu können, der einstige Bundesligaspieler Oprea übernimmt dann mit einem Zweijahresvertrag beim TSB. „Er hat ja bei uns noch ein bisschen Stallgeruch“, sagt Löbich mit einem Grinsen im Gesicht, „da ist das doch eine Lösung mit viel Charme. Aus Horkheim in die große Handballwelt und wieder zurück.“

1996 stieg Dragos Oprea beim TSB in der C-Jugend ein. 1999 wechselte er als großes Talent zu Frisch Auf Göppingen. Mehr als 15 Jahre lang war er Profi. In 431 Bundesligaspielen erzielte er 1417 Tore. 21 Länderspiele bestritt Oprea für die DHB-Auswahl, mit Göppingen feierte er zwei Europapokalsiege. Seit 2017 arbeitet er als Handball-Abteilungsleiter für die Deutsche Kinder Sport Akademie.

Die Hoffnung der Horkheimer Verantwortlichen ist, dass Dragos Oprea der jungen Horkheimer Drittliga-Mannschaft viel aus seinem „riesigen Erfahrungsschatz mitgeben wird, den er als Spieler aufgebaut hat“, wie es Manager Löbich ausdrückt.

Die Verbindung nach Heilbronn ist nie abgerissen

Der neue Trainer fühlt sich dem TSB Horkheim emotional immer noch verbunden. „Es war damals der erste Schritt in Deutschland, als meine Familie aus Rumänien gekommen ist. Das war für uns eine sehr positive Zeit, ich habe in der Horkheimer Jugend tolle Erfolge gefeiert, das bleibt immer in Erinnerung. Die Verbindung nach Horkheim ist nie abgerissen.“

Jetzt möchte Oprea seine Philosophie als Trainer beim TSB in der 3. Liga verwirklichen. „Es war keine leichte Entscheidung, keine Entscheidung gegen Schwäbisch Gmünd. Dort haben wir richtig was aufgebaut, gerade erst den Tabellenführer geschlagen. Aber ich möchte jetzt den nächsten Schritt machen Richtung mehr Professionalität.“

In Horkheim wird er eine gute Basis vorfinden. „Da gibt es durch Michael Schweikardts Arbeit schon sehr gut entwickelte Spieler.“ Mit ihnen möchte Dragos Oprea nun den weiteren Weg gehen. Seinen Weg. Den Weg, den auch die Verantwortlichen beim TSB Horkheim gehen wollen. „Mir ist es wichtig, dass wir alle die gleiche sportliche Sprache sprechen“, sagt der künftige Trainer. „Es ist wichtig, dass alle an einem Strang ziehen und in die gleiche Richtung schauen. Dass man zusammen Ziele und Visionen verfolgt.“

Ein Umzug steht im Hause Oprea an

Dragos Oprea wohnt mit seiner Frau und dem zehnjährigen Sohn in Göppingen. „Das ist natürlich schon eine ordentliche Strecke nach Horkheim, ich investiere lieber Zeit in der Halle mit den Spielern, als dass ich im Auto sitze.“ Ein Umzug ist deshalb angedacht. Sein Arbeitgeber hat den Hauptsitz in Ludwigsburg. Oprea will mit der Familie in die Gegend von Waiblingen ziehen. „Dann ist es nicht mehr so weit. Und wenn man im Leben einen Schritt machen möchte, dann muss man auch etwas dafür tun, also werde ich am Anfang viel fahren.“

Es geht ihm ja um Herz, Wille und Leidenschaft

Quelle: https://www.stimme.de/sport/handball/tsb-horkheim/dragos-oprea-ist-ab-sommer-trainer-beim-tsb-horkheim-art-4600703