Der TSB Horkheim empfängt am Samstagabend den Drittliga-Lokalrivalen HC Oppenweiler/Backnang und will die ersten Punkte in der DHB-Pokalrunde einsammeln.

Zweiter Versuch. Was im Heimspiel gegen den HC Erlangen II (26:30) nicht geklappt hat, soll an diesem Samstag (20 Uhr, Stauwehrhalle) im Nachbarschaftsduell mit dem HC Oppenweiler/Backnang klappen. Die Drittliga-Handballer des TSB Horkheim wollen die ersten Punkte in der DHB-Pokalrunde einsammeln.

Trainer Michael Schweikardt sagt allerdings: „Für mich ist Oppenweiler der Favorit, diese Rolle möchte ich ihnen schon zuschieben. Sie hatten in der regulären Punkterunde die bessere Platzierung.“ Der HCOB war in der Staffel G Vierter mit 31:13 Punkten, der TSB kam in der Staffel F mit 22:22 Zählern auf Rang sechs ins Ziel. „Das wird für uns eine schwere Aufgabe“, sagt Schweikardt. Aber keineswegs eine aussichtslose.

Unterstützung der Zuschauer soll Horkheim helfen

Der Horkheimer Trainer setzt auch auf die Unterstützung durch die Zuschauer. „Es ist ein besonderes Spiel, ein Derby. Da kommen hoffentlich richtig viele Leute in die Stauwehrhalle.“

Mit der ärgerlichen 26:30-Auftaktniederlage im Rennen um einen Platz im DHB-Pokal der Saison 2022/23 hat Schweikardt die Horkheimer Mannschaft nicht mehr allzu intensiv konfrontiert. „Dieses Thema habe ich relativ schnell abgehakt. Wir haben den vollen Fokus auf Oppenweiler gelegt. Die Spieler haben ihre Fehler gegen Erlangen selbst bemerkt.“ Der krasse Einbruch in der zweiten Halbzeit, als durch eigene Schwächen eine 23:21-Führung in einen 23:28-Rückstand kippte, soll sich nicht wiederholen. Auch der HCOB blieb in seinem ersten Spiel ohne Punkte. Im Duell mit dem TuS Fürstenfeldbruck gab es eine 29:31-Heimniederlage.

TSB-Trainer warnt: Dürfen Oppenweiler nicht zu viele Chancen geben

Michael Schweikardt sagt vor dem bereits 45. Pflichtspiel-Aufeinandertreffen über den Drittliga-Nachbarn: „Das ist eine sehr routinierte, clevere Mannschaft. Man darf Oppenweiler nicht zu viele Chancen geben, sonst ist das Spiel weg. Du darfst da nie abschalten.“

In der Aufstiegsrunde zur 2. Liga gab es im Frühjahr 2021 die letzten beiden Duelle. Bei der Staffeleinteilung für die Saison 2021/22 wurden die Clubs voneinander fern gehalten. HCOB-Trainer Matthias Heineke sieht dem Traditions-Lokalkampf nun mit einem angenehmen Kribbeln entgegen. „Da freuen wir uns drauf. Gegen Horkheim geht es immer besonders intensiv zur Sache. Die Derbys haben uns in der regulären Saison gefehlt. Wir sind froh, dass es am Samstag dazu kommt.“

Den TSB-Kollegen Schweikardt plagen „ein paar Erkältungsthemen“ in der Mannschaft. Doch Ausreden gibt es nicht. Sollte auch im zweiten Versuch kein Erfolg gelingen, stünden die Horkheimer schon ziemlich aussichtslos am Ende der Tabelle in ihrer Vierergruppe. Es folgen nach dem Derby an diesem Samstagabend zwar noch vier Partien, doch der TSB muss dreimal auswärts ran. Es geht gegen den HCOB natürlich ums Prestige, aber auch ums Selbstbewusstsein.

Quelle: https://www.stimme.de/sport/handball/tsb-horkheim/tsb-horkheim-braucht-eine-starke-derby-form-art-4615461