Es gibt mit Sicherheit schönere Dienstagabend Beschäftigungen als ein Feierabendausflug in die Verbandssporthalle nach Brackenheim, zum Beispiel Champions League schauen oder einfach den Feierabend bei frühsommerlichen Temperaturen mit elf bis zwölf Bier zu begießen. Aber der Spielplan in der Handball Bezirksliga ist nunmal kein Wunschkonzert.

Nach vier Spielen in zehn Tagen gehen dem Autor dieser Zeilen langsam die Ideen aus, also fassen wir uns kurz. Woran hat´s gelegen? Naja, Erklärungsansätze gibt es Einige, der einfachste ist wohl der Blick auf die Aufstellung, die Liste der Ausfälle war mal wieder größer als die Anzahl an verfügbaren Spielern. Wer auflaufen konnte, kam möglicherweise direkt aus Mannheim von der Arbeit oder vom Cooper-Test aus der Schule. Dass zwei Torhüter wieder im Feld eingesetzt werden mussten, versteht sich inzwischen fast schon von selbst. Was die Horkheimer über weite Strecken des Spiels aufs Parkett zauberten, war den Umständen entsprechend vollkommen okay, auch wenn sich gerade in den Minuten vor der Halbzeit (19:11) ein Debakel abzeichnete. Wenn die Stauwehrbuben an diesem Abend aber eins bewiesen, dann ihr großes Kämpferherz. Und so konnte man immer wieder verkürzen, beim 32:27 in der 54. Minute keimte sogar nochmal ein Fünkchen Hoffnung auf eines der berühmt berüchtigten Comebacks auf. Am Ende sollte es aber nicht mehr reichen und die HSG Lauffen-Neipperg konnte die Partie mit 36:29 für sich entscheiden. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre trotz der dünnen Personaldecke etwas dringewesen, letztlich konnte die 1b sich aber zumindest achtbar aus der Affäre ziehen. Nichtsdestotrotz, Glückwunsch an die Zabergäuindianer zum verdienten Heimsieg.

Kommendes Wochenende ist spielfrei, über Ostern gilt es Wunden zu lecken und Eier zu suchen, denn genau die braucht man am letzten Spieltag bei den PiranHAs Neckarelz, wenn es nochmal um eine möglichst gute Platzierung in der Abschlusstabelle geht.

TSB Horkheim: Simon Wüstholz (6/2), Mario Schultz (5/4), Patrick Lang (5), Noel Hoffmann (3), Janis Bauer (3), Benjamin Straub (2), Lukas Stellmacher (2), Nils Neutz (2/1)), Pascal Thiele (1), Tobias Spehr (TW), Maximilian Löbich (TW), Miguel Gebhardt