Logo TSB Horkheim Hunters 1. Mannschaft Saison 2018/2019 Logo Handball 3. Bundesliga

Bericht » 1. Mannschaft » Spielbericht

04.09.2017 TSB Horkheim unterliegt beim A

TSB Horkheim unterliegt beim Aufsteiger Kornwestheim

SV S' Kornwestheim - 1. Mannschaft 32:26

Fehlstart für Horkheim in der 3. Liga Süd: Nach der Auftaktniederlage gegen Haßloch unterlag der TSB am Freitagabend auch im hitzigen, von vielen Zeitstrafen geprägten Württemberg-Derby bei Aufsteiger SV Kornwestheim mit 26:32 (11:17).

TSB Horkheim unterliegt beim Aufsteiger

Das war eine schmerzhafte Angelegenheit: Am Boden liegt in dieser Szene der Horkheimer Florian Möck. Foto: Stephan Sonntag

Von Beginn an hinten

Wie schon in der Vorwoche lag das neuformierte Team von Trainer Jochen Zürn in der gut gefüllten Sporthalle Ost von Beginn an in Rückstand und schaffte es trotz großen Kampfes nicht, die Partie noch einmal zu drehen.

"In den ersten 20 Minuten haben wir nicht stattgefunden. Danach haben wir es gut gemacht, aber die Hypothek war zu groß", sagte TSB-Trainer Jochen Zürn. Ähnlich sah es der starke Spielmacher Florian Möck: "Kornwestheim ist mit Schaum vor dem Mund aus der Kabine gekommen, unser Start war sehr holprig."

Immerhin: Das Spiel über die Außen funktionierte deutlich besser als in der Vorwoche, mit sieben Treffern war Linksaußen Hendrik Bohnenstengel bester Horkheimer Schütze.

Schnelle Führung

Wie schon beim Sieg in Pforzheim legten die Kornwestheimer mit Vollgas los. Dank eines Doppelschlags von Kapitän Christopher Tinti ging der Aufsteiger schnell mit 2:0 in Führung (2. Minute). Per Siebenmeter gelang Pierre Freudl der erste Treffer für den TSB zum 1:2 (4.). Doch wie schon bei der Auftaktniederlage gegen Haßloch liefen die Horkheimer fortan einem Rückstand hinterher, der fortlaufend anwuchs. Jochen Zürn nahm beim 5:8 (12.) eine frühe Auszeit.

Der TSB-Trainer brachte Janik Zerweck für Felix Kazmeier im Rückraum und Nils Boschen für Alexander Schmid am Kreis. Doch weder defensiv noch offensiv lief allzu viel zusammen. Hinten rissen die Kornwestheimer immer wieder Lücken und nutzten ihre Chancen mit einer hohen Abschlussquote. Vorne fand der TSB nur selten Mittel gegen die aggressive und bewegliche Deckung der Gastgeber. Mehrmals gerieten die Gäste dadurch ins Zeitspiel und mussten unvorbereitet abschließen.

Nach 20 Minuten waren die Horkheimer bereits mit 6:13 im Hintertreffen. Die vier Zeitstrafen in den ersten 30 Minuten waren ebenfalls nicht hilfreich, um den Rückstand wieder zu verkleinern. Das 11:17 zur Pause war leistungsgerecht.

Torhüterwechsel

Mit dem Wiederanpfiff wechselte Zürn auf der Torhüterposition. Für Welz, der in den ersten 30 Minuten nur zwei Würfe parierte, stand jetzt Linus Mathes zwischen den Pfosten. Der 20-Jährige führte sich mit zwei gehaltenen Bällen perfekt ein. Zwei Mal Bohnenstengel und Schmid verkürzten auf 14:17 (35.). In der 36. Minute war Mathes dann das erste Mal geschlagen, Christian Wahl erhöhte auf 18:14.

Damit war das Horkheimer Strohfeuer fürs Erste schon wieder erloschen, die Partie nahm einen ähnlichen Verlauf wie im ersten Durchgang. Kornwestheim war in den Eins-gegen-Eins-Duellen durchsetzungsstärker, kam dadurch immer wieder in gute Wurfpositionen und baute den Vorsprung wieder auf 22:17 (43.) aus.

Durch Zeitstrafen des wahrlich nicht immer glücklich agierenden Schiedsrichterduos Jonathan und Maximilian Winter stand der TSB eine gute Viertelstunde vor Schluss nur noch mit drei Spielern auf dem Feld − keine gute Basis für eine Aufholjagd. Beim Stand von 24:19 (43.) für Kornwestheim nahm Zürn die nächste Auszeit.

Entscheidende Fehler

Sein Team stemmte sich zwar weiter gegen die absehbare Niederlage, doch näher als auf drei Tore kamen die Gäste nicht mehr heran. In den entscheidenden Momenten unterliefen immer wieder einfache Fehler und selbst in Unterzahl schloss Kornwestheim seine Angriffe oft erfolgreich ab.

In der Schlussphase setzte der TSB alles auf eine Karte, agierte im Angriff mit dem siebten Feldspieler. Die Wende gelang aber auch mit diesem taktischen Kniff nicht mehr.

TSB Horkheim: Welz, Mathes, Schniering (Tor) - Schmid (1), Grosser (2), Möck (4), Strobel, Kazmeier (3), Seiz (1), Freudl (5/3), Boschen, Zerweck (3), Bohnenstengel (7).

Beste Schützen des SVK: P. Jungwirth (12/4), Emrich (6)

Siebenmeter: SVK 7/6; TSB 5/4

Zeitstrafen: 7/9.

Zuschauer: 600

Written by son - www.stimme.de | 04.09.2017 08:25:14 | 442x gelesen