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15.01.2018 Drittliga-Team des TSB verlier

Drittliga-Team des TSB verliert bei der TSG Haßloch mit 25:26

TSG Haßloch - 1. Mannschaft 26:25

Schluss ist nach 60 Minuten. Und nicht ein klitzekleines bisschen später. Also: kein Tor, kein Ausgleich. 25:26 verloren. Jochen Zürn, der Trainer des TSB Horkheim, wollte gar nicht hadern wegen des Treffers „eine Sekunde nach Schluss“, der dann eben keiner war. „Eindeutig“ zu spät sei’s gewesen.

Nichts war’s mit dem angepeilten Horkheimer Erfolg zum Start in die Rückrunde der 3. Liga Süd. Der knappe Sieger TSG Haßloch zog in der Tabelle vorbei. Mit 18:14 Punkten ist der TSB jetzt Neunter im dicht gedrängten Liga-Mittelfeld. 

Mit sechs Siegen in sieben Partien hatte sich Zürns Team aus dem Jahr 2017 verabschiedet. Der beeindruckende Durchmarsch beim Dreikönigsturnier des TSV Birkenau ließ die Zuversicht noch wachsen. Doch dann: der unerwartete Dämpfer in Haßloch.

„Das war jetzt mal wieder ein schlechteres Spiel“, sagte Jochen Zürn. „Wir haben nicht so den Rhythmus gefunden.“

Gut lief es zu Beginn. Nach 46 Sekunden verwandelte Marcel Lenz einen Siebenmeter zum Horkheimer 1:0-Führungstreffer. Knapp sieben Minuten waren vorbei, als Nils Boschen das 4:2 für den TSB erzielte. Aber dann ging es allmählich dahin. Zur Pause lag Zürns Mannschaft mit 10:13 hinten.

Trainer-Kritik „In der ersten Halbzeit haben wir im Angriff einfach zu schlecht gespielt“, schimpfte der Trainer. „Zu früh wurde die Entscheidung gesucht.“ Fehlwürfe waren die Folge. Die personell geschwächte TSG Haßloch, der zwei wichtige Torschützen fehlten, profitierte davon.

Nach der Pause wurde es noch schlimmer. Beim 10:15 und 12:17 gab es Fünf-Tore-Rückstände für den TSB. Aber dann ging es aufwärts. In der 44. Minute traf Daniel Grosser zum 19:19. Tobias Gehrke sorgte sogar fürs 20:19 aus Horkheimer Sicht. Doch eigene Fehler in der Offensive kosteten den TSB die Sieg-Perspektive. „Überhastet, völlig unvorbereitet“, so Jochen Zürn, habe man agiert. „Ärgerlich. Da werfen wir drei Dinger unnötig weg, kriegen Konter und Gegentore.“ 22:25 stand es schließlich. Die Vorentscheidung.

Weil Tobias Gehrke den Anschlusstreffer zum 25:26 warf, gab es eine spannende Schlussminute. Aber es gab kein Happy End. Gehrke, der in der Hinrunde lange verletzt gefehlt hatte, kam insgesamt auf fünf Tore. Felix Kazmeier sorgte sechs Mal für Jubel. Bester TSB-Schütze war Marcel Lenz mit acht Treffern. Aber es gab eben auch einige Säulen in der Mannschaft, die zu wenig Zählbares beigesteuert hatten. Bei Pierre Freudl, dem Top-Schützen der bisherigen Saison, stand beispielsweise die Null in der Tore-Spalte. „Da kann, da muss ein bisschen mehr kommen“, meinte Jochen Zürn.

Auch der in der Weihnachtspause vom Bundesligisten Ludwigshafen gekommene Rückraumspieler Oliver Heß traf nicht. Aber da müsse man ein wenig Geduld haben, so der Trainer. „Er hat es spielerisch sehr ordentlich gemacht. Da fehlte noch ein bisschen der Zug zum Tor.“ TSB-Spielmacher Florian Möck hatte sich Mitte der ersten Halbzeit am Sprunggelenk verletzt, wurde dann nicht mehr eingesetzt.

TSB: Welz, Mathes - Lenz (8/2), Gehrke (5), Schmid, Grosser (2), Möck (1), Heß, Kazmeier (6), Seiz, Freudl, Boschen (2), Zerweck (1), Bohnenstengel. Beste Werfer Haßloch: Hartstern (8), Gregori (5). 

 

Written by Andreas Öhlschläger (Heilbronner Stimme) | 15.01.2018 17:17:12 | 208x gelesen