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88 Jahre für 25 Tore

2. Mannschaft - SV Heilbronn 33:28

„Das ist schon Wahnsinn. Da sind 5 Bengel grade mal 18 oder noch jünger und dann benehmen ausgerechnet die sich völlig respektlos und drücken unserm Spiel den Stempel auf. Was die Kerle heute geleistet haben war phänomenal. Ich bin Gott froh dass Andi (Roll) die Ehre von alt gerettet hat“ schmunzelte Dirk Förster vollkommen erleichtert nach dem Sieg der 2. Vertretung des TSB gegen den Landesligaabsteiger SV Heilbronn. 

Eigentlich waren die Rollen vor dem Spiel ja klar verteilt. Der TSB, Vorletzter im Bezirksligaklassement, empfing am Sonntagnachmittag mit dem Landesligaabsteiger SV Heilbronn a. L. den Tabellensechsten. Aber eben nur auf dem Papier und nicht auf der Platte der altehrwürdigen Stauwehrkampfbahn. Dort nämlich tobten sich mit den Herren Kloke, Bauer, Talmon, Grosser und Herzog gleich 5 Spieler der A – Jugendboygroup der JHFH aus. Und dass die 5, allesamt in ihrem ersten A-Jugendjahr, in den letzten 4 Monaten in die „Männeraufgabe“ hineingewachsen sind bewiesen sie eindrucksvoll. 

In der ersten Viertelstunde sah es so aus als ob die Gäste um Trainer Günter Langlitz das Spiel im Griff haben. Bis zum 6:9 durch Tom Hönig profitierten die Gasthandballer von der noch zu hohen Fehlerquote der Hausherren. Dann justierten sich die „jungen Wilden“ mit Hilfe der „alten Hasen“ Roll und Bühler neu. Tor um Tor bissen sie sich jetzt in die Partie und bei 11:11 standen die Zeiger wieder auf Null. Allerdings nicht lange, denn die Stauwehrcombo hatte jetzt Gaspedal und Mörtelkelle gefunden. Bis zur 25. Minute erarbeiteten sich die Kloke und Co ein 14:11 und sie wurden auch nicht handzahm als die Gäste bis zur Pause wieder auf 15:14 verkürzten. Im Gegenteil: Nach der Pause wurde es noch besser. In den 10 Minuten nach Wiederanpfiff gelang den Hausherren eine Vorentscheidung. Janis Bauer und Nils Neutz, seines Zeichens ja gerade aus der A-Jugend entwachsen, vernagelten zusammen mit Tobias Bühler den eigenen Kasten. Kaum ein Ball kam jetzt ungehindert Richtung TSB – Gehäuse. Und im Angriff? Da legten die Youngster nun jedweden Respekt ab. „Alter Schwede, da waren einige aber rotzfrech. Was die Kerle veranstaltet haben, das war schon saucool“ zollte Förster seiner Mannschaft Respekt. 
In der 40. Minute nagelte Maxi Herzog, mit 9 Toren aus 11 Versuchen Horkheims bester Schütze an diesem Abend, die Pille zum 22:17 ins Gästegebälk. Aber auch das reichte den Kerlen noch nicht. Dem 18. Gästetreffer durch Serkan Vurmaz ließen der doppelte Herzog und Patrick Großer die Tore 23-25 folgen. Die Gäste kämpften zwar aber sie konnten die Einheimischen nicht mehr gefährden. Die verteidigten ihren Vorsprung gewissenhaft und sorgten so dafür, dass am Ende ein völlig verdienter 33:28 Heimsieg in großen Lettern auf der Anzeigetafel zu lesen war. „Ein geiles Gefühl“ entfuhr es Förster nach dem Abpfiff.

Für den TSB: Michele Muzzone und Tobias Bühler im Tor, Nick Talmon 7, Nils Neutz 1, Patrick Grosser 2, Dennis Kloke 2, Maxi Herzog 9, Janis Bauer 5, Andreas Roll 7, Julian Herrmann, Jens Jäger, Julian Lang, Florian Buchinger, Dirk Förster

Written by DF | 22.01.2018 21:07:41 | 116x gelesen