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TSB Horkheim fährt ganz gelassen nach Pforzheim

TGS Pforzheim - 1. Mannschaft 22:33

Erfolg kann zu Verbissenheit führen. Wer Sieg an Sieg reiht, will immer mehr: Der Druck steigt. Doch wer mit Volker Blumenschein spricht, dem Trainer des ungeschlagenen Drittliga-Spitzenreiters TSB Horkheim, merkt schnell, dass die 12:0 Punkte, die bislang in der Tabelle stehen, allenfalls dazu geführt haben, dass Blumenschein noch gelassener geworden ist.

Vor dem schweren Auswärtsspiel in Pforzheim sagt der Horkheimer Trainer ganz entspannt: „Wir können einigermaßen befreit dort hin fahren und einfach mal schauen, was passiert.“

Die Siegesserie wird nicht ewig halten, das ist beim TSB allen klar. „Auswärts gegen eine solche Mannschaft, da ist immer eine Niederlage drin“, sagt Volker Blumenschein und lobt den Tabellensechsten TGS Pforzheim umfassend: „Die haben eine super Mannschaft, sind auf allen Positionen top besetzt und zudem top eingespielt.“

Aber zurzeit hat Blumenscheins Mannschaft dermaßen viel Spaß, dass der siebte Horkheimer Erfolg in Folge keine ganz große Überraschung wäre.

Den Meister demontiert
Was die Pforzheimer im Idealfall leisten können, hat man Mitte September bei der 36:27-Demontage des amtierenden Süd-Meisters SV Kornwestheim gesehen. „Das war in dieser Deutlichkeit schon überraschend und ist für uns Warnung genug“, sagt der Horkheimer Trainer.

Der TSB fährt an diesem Samstag ja nicht nur als Spitzenreiter nach Pforzheim (Spielbeginn 19 Uhr, Bertha-Benz-Halle), sondern auch als Vizemeister, in der Vorsaison nur um einen Punkt distanziert von den Kornwestheimern.

Sowohl Volker Blumenschein als auch sein namhafter TGS-Kollege, Ex-Nationalspieler Andrej Klimovets, werden nicht von Personalnöten geplagt. Beide können ihre besten Besetzungen aufbieten. Allenfalls leichte Blessuren und sanfte Erkältungsprobleme, so Blumenschein, gebe es im TSB-Kader.

Zuletzt musste die TGS Pforzheim beim 27:27 in Zweibrücken gegen VTZ Saarpfalz eine Enttäuschung hinnehmen. „Da ist es für die Pforzheimer nicht ganz so gut gelaufen, haben sie einen Punkt liegen lassen“, sagt Volker Blumenschein. „Wir hingegen haben bislang unsere Hausaufgaben gemacht.“ Sechs Spiele, sechs Siege.

Mit 7:5 Punkten liegen die Pforzheimer auf dem sechsten Platz der 3. Liga Süd. Vier Auswärtspartien mussten allerdings auch absolviert werden. Die TGS braucht nun einen Heimsieg, um den Anschluss nach oben halten zu können. In eigener Halle wurde bislang nicht nur der SV Kornwestheim abgefertigt, gegen Baden-Baden gab es zudem ein 35:22-Schützenfest.

Bewährte 6:0-Deckung
In Zweibrücken hatten die Pforzheimer Probleme mit einer offensiv agierenden Deckung. Die Top-Spieler Florian Taafel und Maris Versakovs wurden teilweise bis an die Mittellinie verfolgt. Doch Volker Blumenschein sieht keine Notwendigkeit, die bewährte Verteidigungsstruktur des TSB zu verändern, zumindest nicht von Anfang an. „Wir sind bisher sehr gut gefahren mit unserer 6:0-Deckung. Und wir haben auch eine offensivere Variante in petto.“ Ja, sie fahren ganz gelassen nach Pforzheim, die Drittliga-Spitzenreiter aus Horkheim.

Written by Andreas Öhlschläger (www.stimme.de) | 06.10.2018 11:42:59 | 814x gelesen