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TSB-Siegesserie reißt, Verfolgerspielt bärenstark

1. Mannschaft - HSG Konstanz 25:34

Mit acht Worten war alles gesagt. „Meine Mannschaft wollte gewinnen, hat aber scheiße gespielt.“ Volker Blumenschein, der Trainer des TSB Horkheim, sah nach der klaren 25:34-Niederlage des Drittliga-Spitzenreiters gegen den Tabellenzweiten HSG Konstanz keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. „Sowas passiert.“

Nach sieben Siegen in Folge seit dem Saisonstart mussten die Horkheimer erstmals eine Niederlage hinnehmen. Neun Tore Rückstand, das tat schon weh. Aber der TSB ist weiterhin Tabellenführer der 3. Liga Süd. Die weiße Weste hat das Team zwar verloren, doch mit 14:2 Punkten auf dem Konto liegt Blumenscheins Mannschaft vor dem Zweitliga-Absteiger und Meisterschaftsfavoriten aus Konstanz (12:4).

Kühle Bilanz
Der TSB-Trainer zog kühl Bilanz: „Wir waren auf allen Positionen schlechter als der Gegner.“ Die in der Horkheimer Stauwehrhalle ungemein stark aufgetretenen Konstanzer sind nach einem kleinen Stotterstart voll in der Liga angekommen, haben jetzt vier Spiele in Folge gewonnen.

Die HSG schaffte es sehr gut, die zuvor so starke Offensive des TSB lahm zu legen. Den Horkheimern unterliefen viel zu viele Fehler, um in diesem Schlagerspiel mithalten zu können. „Aber wir können damit umgehen“, sagte Volker Blumenschein nach dem 25:34.

Abhaken, weitermachen
Schon zur Pause war der TSB mit 12:16 zurückgelegen. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit fiel die Entscheidung, als die Gäste eine Acht-Tore-Führung herauswarfen. Der Tabellenführer aus Horkheim war nicht in der Lage, den Konstanzern Gleichwertiges entgegenzusetzen. Schon am Freitag geht es in Saarlouis weiter. „Dann werden wir versuchen, wieder zwei Punkte einzufahren“, sagte Blumenschein.

Frühe Entscheidung
Nach dem Horkheimer 2:0 in der 4. Minute holperte es beim TSB. Drei Gegentreffer in Folge gab es, 2:3. Aus einer Horkheimer 5:4-Führung wurde dann ein 6:8 – zwei Minuten Unterzahl und leichte Ballverluste waren schuld. Das war Mitte der ersten Halbzeit.

Auch in der Folge lief es alles andere als optimal. Die Fehlerquote war zu hoch, die Verteidigungsarbeit der HSG Konstanz aber auch stark. Zur Halbzeit stand es 12:16. Michael Seiz hatte ganz zum Schluss wenigstens noch vom Siebenmeterstrich getroffen.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit verpuffte der Versuch des TSB, mit neuem Mut heranzukommen. Schnell waren es acht Tore Rückstand (36.). Das war der frühe K.o. Vor allem der Konstanzer Paul Kaletsch traf immer wieder – aus dem Spiel heraus oder bei Strafwürfen. Auf zwölf Tore kam er am Ende.

Beim TSB Horkheim war einfach der Wurm drin. Dieses Topspiel der 3. Liga Süd war eine Konstanzer Machtdemonstration. „Wir haben ein perfektes Spiel gemacht, vorne wie hinten“, sagte André Melchert aus dem Trainerteam der HSG.

Written by Andreas Öhlschläger (www.stimme.de) | 15.10.2018 15:34:49 | 945x gelesen