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Erster gegen Letzter: TSB Horkheim erwartet Aufsteiger

Erster gegen Letzter. 15:3 Punkte gegen 3:15 Punkte. Das Duell des Drittliga-Spitzenreiters TSB Horkheim mit dem Aufsteiger TVS Baden-Baden sollte eigentlich eine klare Sache sein.

"Es wäre vermessen, in unserer Situation nach Horkheim zu fahren und dort auf ein Erfolgserlebnis zu spekulieren", sagt TVS-Trainer Ralf Ludwig. "Um dort etwas zu holen, müssten die Gastgeber einen ganz schwachen Tag erwischen und bei uns müsste alles stimmen."

Einen schwachen Tag hatte der TSB Horkheim im vorangegangenen Heimspiel, beim 25:34 gegen die HSG Konstanz. Doch der bärenstarke Meisterschaftsfavorit vom Bodensee hat andere Kaliber im Kader als das Tabellen-Schlusslicht aus Baden-Baden. "Die Rollen sind am Samstagabend klar verteilt", sagt TSB-Trainer Volker Blumenschein. "Es wäre ja albern, jetzt etwas anderes zu sagen."

Das Ziel sind zwei Heim-Punkte. "Wir wollen gewinnen, das steht außer Frage." Es sollte möglichst auch kein Zitterspiel werden. Vor einem Monat war der TV Willstätt in der Horkheimer Stauwehrhalle zu Gast, ein anderer Liga-Neuling. Damals gab es einen locker herausgespielten 40:26-Sieg des TSB. "Aber sowas muss man erstmal gegen Baden-Baden hinkriegen", sagt Volker Blumenschein. "Die haben zuletzt mit dem 29:29 in Neuhausen gezeigt, dass sie auch auswärts was reißen können."

Der TVS konnte zwar gleich das erste Spiel in der 3. Liga Süd gewinnen; im Duell mit Willstätt gab es einen 30:23-Erfolg. Dann aber folgten sieben Niederlagen hintereinander. Fast immer fielen die Ergebnisse deutlich aus.

Doch nun wurde ein 27:29-Rückstand in Neuhausen in der Schlussphase noch zu einem Remis gemacht. Das war gut für die Moral. Die Mannschaft aus Baden-Baden hat damit signalisiert: Wir leben noch!

Übermütig ist beim TVS aber keiner geworden. Im Gegenteil. Mit großer Demut und viel Realismus gehen die Verantwortlichen die beiden ganz schweren Spiele an, die nun kommen. Erst an diesem Samstag (20 Uhr, Stauwehrhalle) beim Tabellenführer TSB Horkheim, dann am 1. November beim Tabellenzweiten HSG Konstanz. Im Vordergrund steht, weitere Erfahrungen zu sammeln, die im Abstiegskampf nützlich werden können.

Volker Blumenschein will sich aber auch nicht einlullen lassen von zu viel Zurückhaltung beim Gast. "Du darfst in dieser Liga keinen Gegner unterschätzen."

Oliver Heß "ist ein bisschen angeschlagen". Zudem "hat der eine oder andere eine Schnupfennase". Doch der TSB-Kader ist in der Breite stark besetzt. Trainer Blumenschein hat also keinen Grund, sich um sein Team Sorgen zu machen.

Die beiden letzten sieglosen Partien gegen die Zweitliga-Absteiger aus Konstanz und Saarlouis (25:25) sind abgehakt. "Das war nichts Ernüchterndes", sagt der Trainer. "Wir können uns doch freuen, wenn die in Saarlouis froh sind, gegen uns einen Punkt zu holen. Das zeigt, welchen Respekt wir uns in der Liga erarbeitet haben. Wir nehmen absolut das Positive mit."

Written by Andreas Öhlschläger (www.stimme.de) | 27.10.2018 10:58:14 | 146x gelesen