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Kazmeier glänzt beim36:32 des zittrigen TSB

Man kann Lob ganz deftig formulieren: „Er hat uns den Arsch gerettet.“ Trainer Volker Blumenschein hatte aber auch wohlklingendere Worte parat, als es um Felix Kazmeier ging, den 14-Tore-Mann des TSB Horkheim beim mühevollen 36:32 (19:18)-Heimsieg am Samstagabend gegen den TVS Baden-Baden. „Er hat ein ganz tolles Spiel gemacht.“

Der 20-Jährige traf nach Belieben, auch als Ersatzmann von der Siebenmeter-Linie, nachdem die eigentlichen TSB-Spezialisten Michael Seiz und Pierre Freudl gescheitert waren. Dass die Horkheimer ihre Tabellenführung in der 3. Liga Süd trotz einer insgesamt schwachen Leistung verteidigten, lag an Felix Kazmeiers Galaform.

„Ich hoffe, das war ein bisschen der Knotenlöser für ihn“, sagte Volker Blumenschein. Der Youngster aus dem linken Rückraum hatte sich zuletzt schwer getan, war nur dabei, aber nicht mittendrin beim TSB. „Er ist ein junger Spieler“, sprach nun der Trainer. „Sowas wie gegen Baden-Baden darf man von ihm nicht jede Woche erwarten.“

Kazmeier agierte „super im Eins gegen Eins“, hatte „den Mut, in die Lücken zu gehen“. Nervenstark war er zudem. Denn immer wieder ging es in der Partie des Ersten gegen den Letzten unerwartet eng zu. Wäre nicht Felix Kazmeier mit seiner Treffsicherheit zur Stelle gewesen, wer weiß, ob es zwei Punkte für den TSB gegeben hätte? „Ich hab solche Spiele auch schon verloren“, sagte Volker Blumenschein, nachdem er kräftig durchgeschnauft hatte: „Aaaaach, Leute!“

Hauptsache gewonnen.

Kein Abwehr-Zugriff „Wir hatten keinen Zugriff in der Abwehr.“ Ganz offensichtlich fehlten im Duell mit dem Schlusslicht der 3. Liga Süd „ein paar Prozent Einstellung“, wie es der Trainer ausdrückte.

Aber Blumenschein wollte nicht schimpfen. „Ich orientiere mich an den positiven Dingen.“ Ein Siegerbier hatte er in der Hand. Und ein sehr schönes Tabellenbild vor Augen. 17:3 Punkte. Weiter Erster, knapp vor dem Meisterschaftsfavoriten HSG Konstanz, der sich im Verfolgerduell mit dem TuS Dansenberg dank einer starken Schlussphase mit 31:29 durchsetzte und auf 16:4 Zähler kommt.

Mit einer 19:18-Führung war der TSB in die Pause gegangen. Die Horkheimer schafften es einfach nicht, vorentscheidend davonzuziehen, wenn die Chance da war. Beim 12:9 (18.) und beim 19:16 in der 29. Minute sah es am besten aus.

TVS führt knapp Der Tabellenletzte aus Baden-Baden kam von Beginn an viel zu leicht zu seinen Treffern. Erst in der 32. Minute war der TSB erstmals mit einem Siebenmeter erfolgreich. Nachdem Seiz (3.) und Freudl (26.) verworfen hatten, traf nun Felix Kazmeier. Es war das 20:19. Doch die Horkheimer blieben hinten anfällig. Verdient lagen sie in der 37. Minute sogar mit 21:22 gegen den TVS zurück.

In der 42. Minute erzielte Kazmeier seinen zehnten Treffer zum 26:25. Der TSB kam nun ein bisschen weg, die Grün-Weißen aus Baden-Baden hielten das Ergebnis nicht mehr ganz offen. Auch weil der Horkheimer Torwart Linus Mathes mehrfach parierte. Beim 28:25 (46.) waren es drei Tore Differenz.

Doch es blieb ein Zitterspiel, ohne jegliche Souveränität des Tabellenführers. Als Linus Mathes in der 55. Minute einen Siebenmeter hielt, war das ganz wichtig. Der TVS wäre sonst wieder bis auf ein Tor dran gewesen.

Erst das 34:31 durch Marcel Rieger in der 58. Minute war der K.o. für die Gäste. Mit einem Siebenmeter erhöhte Kazmeier auf 35:31, sein 14. Treffer. Beim 36:32 war Schluss – das war deutlicher, als es dem Spielverlauf entsprach. Volker Blumenschein ist „zuversichtlich, dass meine Mannschaft beim nächsten Mal wieder eine Schippe drauflegt“.

Written by Andreas Öhlschläger (www.stimme.de) | 29.10.2018 14:31:26 | 176x gelesen