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Bericht » 1. Mannschaft

Besuch bei den alten Jungs

Das Gastspiel des TSB in Pfullingen hat im Umfeld der Horkheimer eine höhere Bedeutung als teamintern. "Für mich ist das ein Spiel wie jedes andere", sagt Trainer Volker Blumenschein vor dem württembergischen Drittliga-Duell am Samstag (20 Uhr) in der Kurt-App-Halle. Das Besondere an der Partie für viele Zuschauer ist das Wiedersehen mit drei ehemaligen Horkheimern.

Das Pfullinger Eigengewächs Florian Möck trug vergangene Saison das TSB-Trikot, kehrte nach nur einer Spielzeit aber zu seinem Heimatverein zurück. Alexander "Rudi" Schmid war in den vergangenen Jahren aufgrund seiner spektakulären Spielweise der Publikumsliebling. Die Trennung von ihm sorgte für einigen Unmut unter den TSB-Anhängern. Pfullingens Trainer Fred Griesbach hat ebenfalls eine Horkheimer Vergangenheit und verdiente sich beim TSB mit dem A-Jugend-Bundesligateam die ersten Trainermeriten. "Für mich ist es ein besonderes Spiel", sagt der 29-Jährige. Mit Tobias Gehrke, Linus Mathes, Sven Grathwohl, Hendrik Bohnenstengel, Daniel Grosser und Janik Zerweck hat er selbst noch zusammengespielt. Allerdings unter Blumenscheins Vorgänger Jochen Zürn. Berührungspunkte mit dem aktuellen TSB-Coach gibt es keine.

Einig sind sich beide Übungsleiter aber, wie das Duell des Tabellenelften gegen den -zweiten ablaufen wird. "Das wird ein großes Gerenne", sagt Blumenschein. "Wir gehen da mit offenem Visier rein", kündigt Griesbach an.

Sein VfL setzt auf Ballgewinne durch die offensive 5:1-Deckung und schnelle Konter. "Sie versuchen jeden Angriff in einen Gegenstoß zu verwandeln", sagt Blumenschein. Ein riskantes Spiel, das den VfL in dieser Saison schon zu unerwarteten Siegen verholfen, aber auch zu überraschenden Niederlagen geführt hat. Im DHB-Pokal warfen die Pfullinger Bundesligist Friesenheim raus, gewannen bei Tabellenführer Konstanz und ließen gegen Saarlouis nur 15 Gegentreffer zu. Doch die vergangenen drei Spiele gegen Oppenweiler/Backnang, die Rhein-Neckar Löwen II und Dansenberg gingen allesamt verloren. "Uns fehlt die Konstanz. Wir machen gerade eine kleine Entwicklungsphase durch. Das ist mit einer so jungen Mannschaft ganz normal", bleibt Griesbach gelassen. Einen besonderen Erfolgsdruck verspürt er nicht: "Horkheim ist der absolute Favorit."

Blumenschein spricht hingegen von einem "Kann-Spiel", keinem "Muss-Spiel" für sein Team. Über ein gutes Rückzugsverhalten sollen die Gastgeber in den stehenden Angriff gezwungen werden. "Wir sollten uns möglichst wenige Ballverluste erlauben. Dafür brauchen wir eine Top-Passqualität im Angriff", fordert Blumenschein. Wie zuletzt kann er auf alle Spieler seines Kaders zurückgreifen.

Mit taktischen Überraschungen rechnet auch Griesbach nicht. "Der TSB wird seine Klassiker spielen und über die individuelle Qualität zum Erfolg kommen wollen. Das wird kein Taktik-Duell." Mit sehr viel Tempo und extrem viel Leidenschaft sollen seine 16 Mannen dem TSB die erste Auswärtsniederlage der Saison beibringen. "14 Spieler sollen alles geben, dass es für zwei Spieler ein ganz besonderer Abend wird", sagt Griesbach. Und zumindest auch für einen der beiden Trainer.

Written by www.stimme.de | 03.11.2018 11:47:24 | 117x gelesen