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17.11.2018 Torhüterduellmit Ex-Kapitän

Torhüterduellmit Ex-Kapitän

Vom Vizemeister zum Meister ist er gewechselt, doch als Favorit reist Pascal Welz am Samstag (20 Uhr) nicht zurück an seine alte Wirkungsstätte. Dafür hat der SV Kornwestheim in dieser Saison zu oft geschwächelt, während sich der TSB Horkheim einmal mehr auf Kurs Vizemeisterschaft befindet. „Ich freue mich sehr darauf, die Jungs wiederzusehen“, sagt Welz, der in den vergangenen drei Jahren das Horkheimer Tor hütete und Kapitän des Teams war. In dieser Zeit bildete er mit beiden aktuellen Horkheimer Keepern ein Duo. In der ersten Saison mit Sven Grathwohl, ab 2016 mit Linus Mathes.

„Das sind beides klasse Torhüter. Ich hoffe aber natürlich, dass es am Samstag bei uns im Tor besser läuft. Danach dürfen sie von mir aus immer zu Null spielen“, sagt der 28-Jährige. „Richtig ärgern würde mich nur, wenn einer von beiden ein Tor erzielt.“ Das wäre zwar nur möglich, wenn Welz gerade für einen zusätzlichen Feldspieler auf der Bank sitzt, wäre deswegen aber nicht weniger schmerzhaft für ihn. „Das sind so dumm-billige Tore“, sagt Welz.

Mehr als kleine Fehden
Ex-Kollege Linus Mathes beruhigt: „Wir sind in der Situation angehalten, den Ball zu einem besser postierten Feldspieler zu passen, der dann aufs Tor wirft. Da muss er sich keine allzu große Sorgen machen.“ Der 22-Jährige würde das Torhüterduell aber natürlich auch gerne für sich entscheiden. „Während des Spiels achte ich nicht auf den gegnerischen Keeper, hinterher ist das aber schon ein Thema – gerade gegen einen alten Kollegen.“

Über die persönlichen kleinen Fehden hinaus, könnten die Torhüterleistungen sogar spielentscheidend werden. „Beide Teams besitzen eine reife Spielanlage und große Qualität in der Offensive. Der Ausgang wird von der Tagesform und der Defensive – also Abwehr und Torhüter – abhängen“, ist TSB-Trainer Volker Blumenschein überzeugt.

Obwohl sich Titelverteidiger Kornwestheim vor der Saison personell weiter verstärkt hat, fehlt dem Team in dieser Saison die Konstanz. 11:11 Punkte nach elf Spielen und Rang neun liegen deutlich unter den Ansprüchen und Möglichkeiten. „Vergangene Saison schwamm das Team von Beginn an auf der Erfolgswelle. In dieser Saison haben wir in entscheidenden Phasen zu viele Fehler gemacht“, sagt Welz. Gleich drei Partien wurden mit einem Treffer Differenz verloren. Zuletzt im Heimspiel gegen den Tabellenzwölften Haßloch. „Wir haben sicher mehr Potenzial in der Mannschaft, als unser derzeitiger Tabellenplatz aussagt“, ist sich Welz sicher.

Das sieht Blumenschein genauso. „Kornwestheim hat eine wahnsinnige Qualität im Kader. Viele Spieler haben Bundesliga- und Zweitligaerfahrung. Mir gefällt ihr Handball-Stil“, lobt Blumenschein sein Pendant auf Kornwestheimer Seite Alexander Schurr.

Abgehakt
Die schmerzhafte Niederlage in Pfullingen ist samt ihrer Begleiterscheinungen – Stichwort Schiedsrichterkritik – abgehakt. „Mit unserer Leistung, besonders in der zweiten Halbzeit, waren wir sehr zufrieden“, sagte Blumenschein mit Betonung auf „unserer“.

Nicht wirklich zufrieden waren Team und Trainer in den vergangenen vier Spielen mit der Defensivleistung – insbesondere im Vergleich zum Saisonbeginn. „Wir haben uns in der Hinsicht verschlechtert“, gibt Mathes unumwunden zu und übt Selbstkritik: „Die Sicherheit von uns Torhütern hat gefehlt.“ Das wirkt sich in dem kniffligen Zusammenspiel mit der Abwehr negativ aus. Das ist dem Trainer natürlich nicht entgangen. „Wir brauchen wieder die maximale Leidenschaft in der Abwehr“, fordert Blumenschein. In den vergangenen zwei Wochen ist im Training hart daran gearbeitet worden. „Gerade im Abschusstraining sah das gut aus. Unser Ziel ist, den Gegner unter 25 Toren zu halten“, sagt Mathes. Dann dürfte auch das Torhüterduell an Horkheim gehen.

„Wir habensicher mehrPotenzial in der Mannschaft,als unser derzeitiger Tabellenplatz aussagt.“

Pascal Welz

Written by Stephan Sonntag (stimme.de) | 17.11.2018 12:57:06 | 162x gelesen