Logo TSB Horkheim Hunters 1. Mannschaft Saison 2018/2019 Logo Handball 3. Bundesliga

Lernen von den Weltstars

Oliver Roggisch und Andy Schmid absolvieren Trainingseinheit mit den A-Junioren des JH Flein-Horkheim

 

Lernen vom weltbesten Spielmacher: Andy Schmid erklärt den A-Junioren, mit welchen Spielzügen sie eine Überzahlsituation zum Torerfolg ausspielen können.

So aufmerksam und fokussiert wie am Dienstagabend hatte Trainer Dirk Förster seine Jungs noch nie erlebt. Keine Sprüche, keine Quatschaktionen, kein Hängenlassen – die A-Junioren des JH Flein-Horkheim zogen die 60-minütige Einheit in der Stauwehrhalle voll durch. Eine Trainingsstunde, die allen Spielern lange in Erinnerung bleiben wird.

„Das war voll spannend, mal vom besten Spieler der Bundesliga trainiert zu werden“, sagte Keeper Max Löbich. Von einem „tollen Erlebnis“ sprach sein Mannschaftskollege Hannes Hagelauer. „Das war mal was ganz anderes, da konnte ich richtig was mitnehmen“, meinte Kreisläufer Pascal Thiele.

Mit Andy Schmid und Oliver Roggisch waren der Spielmacher und der Sportliche Leiter von Bundesligist Rhein-Neckar Löwen nach Horkheim gekommen, um den A-Junioren einige Profitricks und -spielzüge beizubringen. Der Schwerpunkt des Training lag auf dem Überzahlspiel

„Ich hoffe, ich konnte den Jungs ein, zwei Sachen zeigen, die sie künftig einsetzen können“, sagte Schmid hinterher. Der 35-jährige Schweizer war ebenso wie Roggisch angetan vom Leistungsvermögen des Nachwuchses. „Für eine A-Jugend war das richtig gut. Sie haben sich sehr gut geschlagen“, sagte der Weltmeister von 2007. „Da sind ein paar Jungs dabei, die richtig was draufhaben“, lobte Schmid.

Keine Vorreden
Ganz leger in Jeans und Club-Shirts war das Duo aus Mannheim mit dem Auto angereist. Ebenso locker war ihr Auftreten gegenüber den Jugendlichen. Es gab keine großen Vorreden, sondern es wurde schnell Handball gespielt. Immer mit Ball. Immer in Bewegung – zumindest die A-Junioren. „Es ist ganz schön, wenn man im Training mal nicht laufen muss“, schmunzelte Schmid.

Natürlich gehören solche Marketing- und PR-Termine zum Profialltag. Die Kunst dabei besteht darin, es nicht nach „Business as usual“ aussehen und wirken zu lassen. „Wir sind als Handballer bodenständige Typen und unterstützen die Jugendarbeit sehr gerne“, sagte Schmid. Wer dem wahrscheinlich weltbesten Spielmacher am Dienstag zuschaute, merkte schnell, dass das kein Lippenbekenntnis war, sondern dass er den Jugendlichen wirklich etwas vermitteln wollte. Offenbar mit Erfolg. „Sie haben beide sehr gut erklärt“, befand Linksaußen Yannik Starz.

Feiner Unterschied
Dabei waren mal abgesehen vom Überzahlspiel, was eher selten auf dem Trainingsplan der A-Junioren steht, die meisten Übungen bekannt. „Ich habe meinen Jungs vorher schon gesagt, dass der Unterschied zu den Profis nur darin besteht, dass sie die gewöhnlichen Dinge außergewöhnlich gut machen“, sagte der etatmäßige A-Jugend-Coach Förster.

Im abschließenden Siebenmeterwerfen machte Simon Wüstholz einen außergewöhnlich guten Job und schlug sogar Schmid. „Wir haben um ein Löwen-Trikot gewettet, das er mir schicken wird“, freute sich der stolze Sieger, auch wenn nicht nur Teamkollege Hagelauer mutmaßte, dass „Schmid nur mit Halbgas geworfen“ habe. „Gewonnen ist gewonnen“, beharrte Wüstholz.

Für das Fazit war Roggisch zuständig: „Vielleicht nehmen die Jungs mit, dass sie eine intensive, konzentrierte Einheit einfach weiterbringt und quatschen künftig weniger im Training.“

Written by Bericht von Stephan Sonntag (stimme.de) | 29.11.2018 12:41:27 | 44x gelesen