Logo TSB Horkheim Hunters 1. Mannschaft Saison 2018/2019 Logo Handball 3. Bundesliga

Bericht » Ankündigung

10.12.2018 TSB Horkheim fertigt den Zweit

TSB Horkheim fertigt den Zweiten mit 36:21 ab

Tobias Gehrke stand schräg hinter Volker Blumenschein, als der über die anstehende Trainingswoche sprach. Einfach weitermachen – das ist die Devise des Trainers. Gehrke dämpfte die Stimme, bevor ihm ein einziges Wörtchen über die Lippen kam: „Fußball!“ Ja, sie kicken gerne, die Drittliga-Handballer des TSB Horkheim, nicht nur Spielmacher Gehrke. Und ja: Sie hatten Anspruch auf eine Belohnung, war doch soeben der Tabellenzweite HBW Balingen-Weilstetten II mit 36:21aus der Halle gefegt worden. 22:8 stand es zur Pause. Eindrucksvoller kann man Frust kaum vertreiben.

Zuvor hatten die Horkheimer vier sieglose Spiele in Folge mit 1:7 Punkten hinnehmen müssen. Jetzt gab es den Befreiungsschlag. Es war das letzte Spiel der Vorrunde in der 3. Liga Süd, ein perfekter Abend. „Geil“, sagte Volker Blumenschein.

Mit 20:10 Punkten ist der TSB als Tabellenvierter in Lauerstellung hinter der weiterhin zweitplatzierten Talentetruppe des Zweitligisten aus Balingen. Noch zwei Rückrundenspiele gibt es in diesem Jahr, zwei ganz schwere, das Derby in Oppenweiler und die Heimpartie gegen den Tabellendritten, die Rhein-Neckar Löwen II. Einfach weitermachen will der Trainer. Kicken inklusive. „Wir haben auch Fußball gespielt, als es bei uns nicht so gut gelaufen ist“, lachte Blumenschein.

Deklassierung
Standing Ovations gab es in der Stauwehrhalle fürs Horkheimer Team. Keiner hatte mit einer derartigen Deklassierung des Gegners gerechnet, HBW-Trainer André Doster schon gar nicht. „Das war unsere schlechteste Saisonleistung“, sagte er hinterher. „Ich bin nicht ganz unzufrieden, dass das Ergebnis so hoch ausgefallen ist – da ist es für mich recht einfach, einen Rundumschlag zu machen.“

Der TSB nutzte den Balinger Form-Durchhänger konsequent. Viele Tore gab es zu sehen, schöne Tore auch – und einen ganz starken Horkheimer Torwart: Sven Grathwohl. Vom 0:1 zogen die Horkheimer auf 8:1 davon. Im Minutentakt gab es Tore, hinten wurde Grathwohl zum Hexer. Der Schlussmann hielt famos. Auch in der Folge, als der TSB seine Führung immer weiter ausbaute. Grathwohl fühlte sich in der Rolle des Siebenmetertöters sehr wohl, „richtig überragend“ habe er gehalten, meinte HBW-Trainer Doster: „Man merkt halt, dass der mal in Balingen gespielt hat.“

Lang ist’s allerdings her.

Beim 15:5 in der 22. Minute lagen die Horkheimer erstmals mit zehn Treffern in Front. Mit einem 14-Tore-Vorsprung ging es in die Pause. 22:8, wow! In der 42. Minute führten die Horkheimer beim 28:12 sogar mit 16 Toren. 15 waren es am Schluss beim 36:21.

Kein Übermut
„Wir haben einen Dosenöffner gebraucht“, sagte Volker Blumenschein. „Das war Sven mit seinen Paraden. Dann lief es vorne von alleine.“ Der Trainer sieht nun keinen Grund zu Übermut: „Wir werden nicht ausflippen. Als es nicht so lief, habe ich auch nicht angefangen, groß an den Jungs rumzukritisieren.“ Vielleicht darf die Mannschaft fünf Minuten länger kicken. Sie hätte es verdient.

Written by Andreas Öhlschlager (stimme.de) | 10.12.2018 14:33:24 | 287x gelesen