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14.01.2019 TSB Horkheim startet mit 29:27

TSB Horkheim startet mit 29:27-Sieg ins neue Jahr

Der eine Trainer sprach von einer „ganz schwachen Phase“, der andere sagte: „Man muss halt versuchen, an den richtigen Strippen zu ziehen.“ Der eine Trainer war Martin Wild vom TuS Fürstenfeldbruck, der andere war Volker Blumenschein. Der Horkheimer Coach hatte seiner Mannschaft zur zweiten Halbzeit eine paar gute Tipps mit auf den Weg gegeben. Aus dem 12:12 nach 30 Minuten machte der TSB binnen sechs Minuten ein 17:13 – es war die Vorentscheidung.

Am Ende stand es 29:27 für die Horkheimer, die damit ihre gute Tabellenposition in der 3. Liga Süd gestärkt haben. Mit 24:12 Punkten stehen sie nun auf Platz vier. Der bisherige Verfolger aus Fürstenfeldbruck hat vier Zähler Rückstand.

Dank des Sieges in dieser vorgezogenen Jahresauftakt-Partie der 3. Liga hat der TSB nach Pluspunkten mit dem HBW Balingen-Weilstetten II und dem TuS Dansenberg gleichgezogen – Platz zwei ist ganz nah.

Aus dem Jahr 2018 hatten sich die Horkheimer mit zwei bärenstarken Heim-Auftritten gegen Spitzenteams verabschiedet. Gegen Balingen (36:21) und die Rhein-Neckar Löwen II (37:32) gab es Galaspiele, vor allem in der Offensive. Diesmal war es ein Arbeitssieg. Kein schöner Handball war zu sehen, aber erneut war es erfolgreicher Handball.

Probleme
Von Beginn an war zu erkennen, dass der TSB die aus den Vorjahren und dem torarmen Hinrundenduell (21:23) bekannten Probleme mit der aggressiven 3-2-1-Verteidigung des TuS Fürstenfeldbruck hatte. „Das ist einfach eine Deckung, die wir nicht gewohnt sind“, sagte Volker Blumenschein. Die Horkheimer Kanoniere wurden weit entfernt von der gefährlichen Zone gehalten. Erst in der 23. Minute ging der TSB erstmals in Führung, Nils Boschen sorgte vom Kreis für das 10:9.

Während Blumenscheins Mannschaft in Bestbesetzung in die Partie gehen konnte, musste der TuS auf vier wichtige Spieler verzichten. Sebastian Meinzer (Schulterblessur), Frederik Hartz (Leiste), Yannick Engelmann (Ferse) und Maximilian Horner (beruflich) konnten nicht eingesetzt werden. Besonders schmerzhaft war der Zwangs-Verzicht auf Torjäger Hartz. Er hat in der 3. Liga Süd die fünftmeisten Treffer erzielt und ist ein sicherer Siebenmeter-Verwandler.

Diese personellen Schwächungen wirkten sich dann doch aus. Auch deshalb konnte sich der TSB in der zweiten Halbzeit absetzen. Torwart Sven Grathwohl steuerte mit starken Paraden seinen Teil bei.

Polster
In der 48. Minute sorgte Janik Zerweck fürs 23:18. Nun lagen die Horkheimer mit fünf Toren vorne – ein richtig gutes Polster. Der TuS Fürstenfeldbruck kämpfte, schaffte aber trotz der insgesamt zwölf Tore von Falk Kolodziej keine spektakuläre Wende. 29:27 stand es am Ende. „Das war ein guter Start ins neue Jahr“, freute sich Volker Blumenschein, monierte aber: „Hinten raus hatten wir ein paar leichte Fehler zu viel.“

Zwei wertvolle Punkte gab es letztlich für den TSB, „alles in allem verdient“, wie TuS-Trainer Martin Wild befand.

Für den Vizemeister aus Horkheim bleibt der erneute zweite Tabellenplatz zum Saisonende eine realistische Perspektive.

Written by Andreas Öhlschläger (stimme.de) | 14.01.2019 11:43:45 | 373x gelesen