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13.02.2019 TSB Horkheim verballert in Ha

TSB Horkheim verballert in Haßloch zu viel

Volker Blumenschein musste bei der Analyse der Niederlage nicht lange nach den Gründen suchen. Manko eins: die Chancenverwertung. Manko zwei: die Chancenverwertung. Faktor drei, damit direkt einhergehend: der enorm starke Torwart der TSG Haßloch.

Kein Vorwurf
Mit 25:29 unterlag Handball-Drittligist TSB Horkheim am Samstagabend. Das Fazit des Trainers: „Ich kann meiner Mannschaft grundsätzlich keinen Vorwurf machen.“ Sie habe „ganz ordentlichen Handball gespielt“. Aber eben „ich weiß nicht wie viele hundertprozentige Torchancen liegen lassen“. In der 5. Minute hatte der TSB mit 3:1 geführt. Start geglückt. Doch nach 16 Minuten stand es 4:8 aus Horkheimer Sicht. Beim 8:9 (22.) war der TSB wieder dran. Zur Pause sah es beim 10:14 allerdings wieder schlecht aus.

Eine Viertelstunde vor Schluss schien alles vorbei zu sein. Sechs Tore Rückstand waren es beim 17:23. Doch als Nils Boschen in der 56. Minute auf 23:24 verkürzte, schien die Wende möglich. Dass der TSB Horkheim letztlich mit 25:29 in Haßloch unterlag, hatte sich Volker Blumenscheins Team selbst zuzuschreiben. „Wir hatten drei Mal die Chance, das Spiel auf Unentschieden zu stellen, und vergeben alle drei Würfe“, haderte der Trainer.

Torwart Daniel Schlingmann hatte allerdings auch einen hervorragenden Tag erwischt. Der Haßlocher hielt famos. „Ich denke, das waren deutlich mehr als 20 Paraden“, zollte Volker Blumenschein dem TSG-Schlussmann Respekt.

Zwei wesentliche Schwächungen kamen für die Horkheimer hinzu: Rückraumschütze Oliver Heß war so krank, dass er nicht in der Lage war zu spielen. Und Kapitän Pierre Freudl, der sich im Vorfeld der Partie ebenfalls mit einer Erkältung herumgeschlagen hatte, sah Ende der ersten Halbzeit Rot. Spiel vorbei.

„Da hätte es vielleicht auch eine Zwei-Minuten-Strafe getan“, meinte Volker Blumenschein. Freudl traf bei einer Abwehraktion den Gegner im Gesicht. „Aber Absicht war das sicher nicht“, versicherte der Horkheimer Trainer. „Das war einfach unglücklich.“

Auswärts in der Pfalz, das ist zu Beginn des Jahres 2019 keine Erfolgsgeschichte für den TSB. Zwei Wochen vor dem 25:29 in Haßloch hatte es in Kaiserslautern beim TuS Dansenberg eine 22:27-Niederlage gegeben. Die Horkheimer haben nun 26:16 Punkte auf ihrem Konto in der 3. Liga Süd. Das bedeutet Platz fünf. Am kommenden Samstag geht es beim Drittliga-Kellerkind SV Willstätt weiter. Im Badischen also, nicht in der Pfalz.

Trainer-Wunschkandidat
Bis dahin steht womöglich auch der neue Trainer fest. Die TSB-Verantwortlichen sind in intensiven Gesprächen mit dem Wunschkandidaten. „Aber er hat mehrere Möglichkeiten, sich für die nächste Saison zu positionieren“, sagte Volker Blumenschein, der aus beruflichen Gründen in Horkheim Schluss machen wird, in die Suche seines Nachfolgers jedoch voll eingebunden ist. „Die Chancen stehen 50:50. Wir sind guter Hoffnung.“

Written by Andreas Öhlschläger (stimme.de) | 13.02.2019 11:20:10 | 158x gelesen