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25.02.2019 TSB gewinnt Thriller gegen Pfo

TSB gewinnt Thriller gegen Pforzheim

Eine spektakuläre Achterbahnfahrt war es am Schluss, „verrückt“, wie Trainer Volker Blumenschein sagte, „und hoch emotional“. Er hatte das Happy End auf seiner Seite. Der TSB Horkheim setzte sich im Drittliga-Duell mit der TGS Pforzheim 29:28 (17:17) durch.

„Wir waren ein glücklicher Sieger“, gab Blumenschein zu. „Es hätte auch andersrum ausgehen können. Aber für uns war es die Belohnung für die gute Moral im Spiel und die guten Trainingsleistungen.“ Zuvor hatten die Horkheimer drei von vier Begegnungen in der 3. Liga Süd verloren, sich aber trotzdem nicht hängen lassen.

Fünf Gegentore in Folge
Gut neun Minuten vor Schluss sah es richtig gut aus für Blumenscheins Team, mit 26:23 lag der TSB in Führung. „Da waren wir klar besser.“ Doch dann trafen die Gäste aus Pforzheim fünf Mal in Folge. 26:28. „Zu viele technische Fehler“ monierte der Horkheimer Trainer in dieser Phase. Alles vorbei? Verloren? Nein. Der TSB holte auf, glich aus, siegte knapp. Erst traf Tobias Gehrke, dann Oliver Heß. Pierre Freudl wurde zum Matchwinner.

Verrückt? Aber ja doch. Denn als Lukas Salzseeler in der 56. Minute das 26:28 erzielt hatte, sprach nicht mehr viel für den TSB. Janik Zerweck kassierte gleich darauf eine Zwei-Minuten-Strafe. Seine dritte, Disqualifikation. Zwei Tore hinten, Unterzahl, was tun? „Da haben wir es dann taktisch richtig gut gemacht gegen deren Überzahl“, freute sich Volker Blumenschein. Bei der TGS wurden Fehler provoziert. Maris Versakovs und Florian Taafel erhielten Zeitstrafen, so war die späte Wende noch möglich. „Wir hätten uns wirklich nicht beschweren dürfen, wenn die das nach Hause bringen“, sagte Blumenschein. „Aber wir haben dran geglaubt, dass wir es noch drehen können.“

TGS verdrängt
Es war das Duell zweier Tabellennachbarn. Der Sechste aus Horkheim empfing den Fünften. Die TSB-Handballer wollten eine Reaktion zeigen auf die enttäuschende Niederlage zuletzt beim Kellerkind Willstätt. Das gelang. Die Tabellenplätze wurden getauscht. Der TSB (28:18) steht nun wieder vor der TGS (27:17).

Die Pforzheimer hatten es sogar geschafft, den Liga-Dominator HSG Konstanz zu schlagen. Und sie wollten Revanche nehmen für die 22:33-Heimklatsche in der Hinrunde. Doch der TSB Horkheim stellte unter Beweis, dass es ganz, ganz schwer ist, aus der Stauwehrhalle die Punkte zu entführen.

In der ersten Halbzeit hatte sich Volker Blumenscheins Team beim 10:7 schon einmal absetzen können, doch zur Pause stand es 17:17. Der Horkheimer Trainer sprach von einer „total ausgeglichenen ersten Halbzeit. Da haben beide Mannschaften guten Angriffshandball gezeigt, waren aber ein bisschen nachlässig in der Abwehr.“

Die 30 Minuten nach der Pause endeten 12:11, da wurde viel besser verteidigt. Und am Ende wurde der Thriller auf die Spitze getrieben. Erst ging es dahin für den TSB, dann gab es den Triumph. Volker Blumenschein sah ausgleichende Gerechtigkeit durch den Handball-Gott. „Wir hatten es in den vergangenen Wochen und Monaten oft genug, dass wir hätten punkten können und unglücklich dastehen. Diesmal war es anders.“

Written by Andreas Öhlschläger (stimme.de) | 25.02.2019 14:53:13 | 271x gelesen