Nächste bittere Enttäuschung für unsere Hunters: Im Derby beim Tabellenführer SV Salamander Kornwestheim gab es am Sonntagnachmittag eine verdiente 32:37-Niederlage (Halbzeit 16:20). Vor allem die hohe Fehlerquote in der Offensive und der fehlende Zugriff in der Abwehr sorgten dafür, dass wir beim Spitzenreiter letztlich chancenlos waren.
Nach der deutlichen Niederlage gegen Erlangen in der Vorwoche war die Hoffnung auf Wiedergutmachung groß. Doch in der Sporthalle Ost zeigte sich schnell, dass die aktuelle Form nicht ausreicht, um den souveränen Ligaprimus ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Zwar starteten wir konzentriert und führten nach drei Minuten mit 2:1, doch danach verloren wir völlig den Faden.
Zu viele Fehler, zu wenig Leidenschaft
Trainer Oliver Heß fand nach der Partie deutliche Worte für das Offensivspiel: „Wir schmeißen zu viele Bälle weg“, kritisierte er mit Blick auf insgesamt 15 technische Fehler. Diese Unkonzentriertheiten luden die Kornwestheimer immer wieder zu einfachen Toren ein. Es fehlte die letzte Konsequenz und das Quäntchen Leidenschaft, das man braucht, um ein solches Derby beim Tabellenführer offen zu halten.
Kein Zugriff auf den Unterschiedsspieler
In der Defensive bekamen wir schlichtweg keine Stabilität. Ex-Horkheimer Felix Kazmeier war von unseren Jungs zu keinem Zeitpunkt in den Griff zu kriegen. Mit 14 Treffern war er der überragende Akteur auf dem Feld. „Ihn haben wir leider nicht so richtig in den Griff gekriegt“, resümierte Heß enttäuscht.
Auch der Wechsel im Tor brachte nicht den erhofften Umschwung. Jan Kanters löste Marco Bitz bereits in der 14. Minute ab, nachdem wir früh mit 5:10 ins Hintertreffen geraten waren. Zwar gab es im Tor einige gute Szenen, doch gegen die 20 Gegentore bereits in der ersten Halbzeit war das gesamte Defensiv-Kollektiv überfordert.
Vorentscheidung nach der Pause
Spätestens als Kornwestheim kurz nach dem Seitenwechsel auf 17:24 (33. Minute) erhöhte, war die Messe gelesen. Eine echte „Crunchtime“ blieb aus, da der Rückstand beim 22:30 in der 43. Minute bereits zu groß war. Dass es am Ende beim 32:37 blieb, war lediglich Ergebniskosmetik.
Fazit:
Es war schlichtweg zu wenig für ein Derby beim Tabellenführer. Die Leistung war nicht gut genug, um den SVK zu stürzen. Unser bester Torschütze Yannik Starz (11 Tore) hielt offensiv dagegen, doch als Team haben wir heute nicht genug investiert.
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Die Statistik zum Derby
* TSB Horkheim: Bitz, Kanters – Starz (11/5), Rebmann (6), Matusik (6), Dück (3), Roth (2), Herrmann (2), Schröder (2), Sacherow, Soos, Urban, Polifka, Glaser, Thiele.
* Topscorer SVK: Felix Kazmeier (14/5).
* Zuschauer: 400.
FOTO: U. Fundus