Was für eine Achterbahnfahrt in Fürstenfeldbruck! Unsere Drittliga-Handballer haben am Samstagabend bewiesen, dass sie sich auch von einem Fehlstart nicht aus der Ruhe bringen lassen. In einer Partie, die eher an ein Wurftraining unter Wettkampfbedingungen erinnerte, sicherte sich der TSB zwei verdiente Punkte beim 44:41-Auswärtssieg gegen die TuS Fürstenfeldbruck.
Die Wende nach der Auszeit
Der Start verlief alles andere als nach Plan. Die Gastgeber überrumpelten uns mit einer extrem aggressiven Deckung und zwangen uns früh in einen 2:6-Rückstand (9. Minute). Coach Oliver Heß reagierte jedoch goldrichtig: Mit der Umstellung auf den siebten Feldspieler knackten wir den Abwehrriegel der "Brucker Panther". Plötzlich fanden wir die Lücken, minimierten die Fehlerquote und drehten die Partie noch vor dem Pausentee komplett. Ein fulminanter Lauf bescherte uns eine komfortable 23:17-Halbzeitführung.
Starz treffsicher, Bitz mit Torinstinkt
Besonders hervorzuheben war an diesem Abend Yannik Starz. Unser Linksaußen war schlichtweg nicht zu stoppen: Neben seinen eiskalt verwandelten Siebenmetern glänzte er mit drei wichtigen Steals in der entscheidenden Phase und kam insgesamt auf elf Buden. Auch Spielgestalter Andreas Schröder bewies mit acht Treffern einmal mehr seine Klasse.
Ein Kuriosum für die Statistik: Da die Gastgeber im Angriff volles Risiko gingen, ergaben sich Chancen auf das leere Tor – und unser Keeper Marco Bitz ließ sich nicht zweimal bitten. Ganze vier Mal trug sich unser Schlussmann selbst in die Torschützenliste ein!
Spektakel statt Abwehrschlacht
Dass es am Ende 85 Tore zu bestaunen gab, lag an einer Offensiv-Power, die Oliver Heß nach dem Spiel als „wahnsinnigen Wert“ adelte. Zwar fanden wir in der Defensive gegen die flinken Gastgeber nie ganz den Zugriff, doch die Effektivität im Abschluss bügelte dies an diesem Abend locker aus. Selbst die rote Karte gegen Niklas Matusik in der 24. Minute brachte unseren Express nicht ins Stocken.
Blick auf die Tabelle
Mit diesem Erfolg festigen wir unseren Platz in der Spitzengruppe der 3. Liga Süd. Mit nun 35:19 Punkten lauern wir auf Rang vier direkt hinter den Wölfen Würzburg.
Für den TSB spielten:
Bitz (4), Kanters; Sacherow, Soos (3), Roth (6), Urban, Matusik (1), Polifka (4), Glaser, Thiele (1), Starz (11/4), Herrmann (2), Schröder (8), Dück (4).
